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Analyse

Die europäischen Unternehmer in Russland sind nur noch verzweifelt

Der Flughafen in St. Petersburg ist leer. Auch Europas Manager kommen nicht so leicht nach Russland.
Der Flughafen in St. Petersburg ist leer. Auch Europas Manager kommen nicht so leicht nach Russland.(c) APA/AFP/OLGA MALTSEVA
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Fünf Monate gegenseitige Grenzsperren gefährden das Russlandgeschäft inzwischen massiv. Tausende Spezialisten müssten dringend ins Land. Die Unternehmer fürchten, dass sie Geschäft an Konkurrenten aus Nicht-EU-Ländern verlieren. Die „Presse“ hat sich angesehen, was sich hinter den Kulissen wirklich tut.

Wenn der deutsche Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Moskau aufschlägt, wird er nicht nur ein Anliegen der deutschen Wirtschaft im Gepäck haben. In Wirklichkeit wird er zum Hoffnungsträger und Lobbyisten der mittlerweile völlig enervierten Unternehmer aus der gesamten EU. „Denn wie man es auch dreht und wendet, wir sitzen ja alle im selben Boot“, wie es Paul Bruck, Vizechef der Association of European Businesses (AEB), der wichtigsten Vertretung der europäischen Wirtschaft in Russland,  im Gespräch mit der „Presse“ formuliert. Und in diesem Boot ist es inzwischen ziemlich unerträglich geworden, sodass man jeden Strohhalm ergreift, um das Anliegen der Geschäftswelt bei der russischen Staatsführung zu deponieren.