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Österreicher fühlen sich sicher – mehr noch als in den Jahren davor

(c) APA/HERBERT P. OCZERET
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Größte Bedrohung durch Wirtschaftskrise und Inflation.

Wien. Knapp 97 Prozent der Menschen in Österreich fühlen sich „sehr sicher“ (72 Prozent) oder „eher sicher“ (25 Prozent). Das Sicherheitsgefühl ist „zwischen Dezember 2019 und Juni 2020 nochmals stark gestiegen“, betonte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Sonntag zu einer aktuellen Umfrage. Das Verhalten der Polizei in der Coronakrise sah die Hälfte als „angemessen“ und 28 Prozent als „eher angemessen“.

Auch durch ausgewählte aktuelle Problemfelder sieht sich die Bevölkerung überwiegend „wenig“ oder „nicht bedroht“. Am meisten Sorgen bereiten Wirtschaftskrise und Inflation, wovon sich 31 Prozent „ziemlich bedroht“ und 13 Prozent „sehr bedroht“ fühlen. Die Kürzung oder Unfinanzierbarkeit der Pensionen sieht knapp ein Drittel als Bedrohung. Kürzungen bei Sozialleistungen oder den Rückbau des Wohlfahrtsstaats fürchten rund ein Viertel, die steigende Arbeitslosigkeit bedrohen zwölf Prozent „ziemlich“ und neun Prozent „sehr“.

Für die Umfrage im Auftrag des Innenministeriums wurden vom 29. Mai bis 18. Juni österreichweit 1511 Personen ab 16 Jahren von Makam-Research befragt. 2018 hatten rund 92 Prozent und 2019 rund 94 Prozent der Befragten angegeben, sich in Österreich „sehr sicher“ oder „eher sicher“ zu fühlen. Auch beim Sicherheitsgefühl am Wohnort gab es eine leichte Verbesserung der Werte von rund 94 Prozent in den beiden Vorjahren auf rund 97 Prozent in der Befragung nach der Lockdown-Phase.

Auf die Frage nach dem Vertrauen in die Polizei antworteten 43 Prozent der Befragten mit „voll und ganz“, 48 Prozent mit „überwiegend“ und acht Prozent mit „weniger“. Das Verhalten der Polizei in der Coronakrise von Mitte März bis 1. Mai beurteilten zwar insgesamt 78 Prozent als „angemessen“ oder „eher angemessen für die Situation“. Zwölf Prozent waren jedoch der Meinung, dass die Polizei „eher überreagierend für die Situation“ und vier Prozent „überreagierend“ gehandelt habe.

55 Prozent beurteilten die Coronamaßnahmen der Bundesregierung als „angemessen für die Situation“ und 30 Prozent als „eher angemessen“. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2020)

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