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Führungsfehler

Never change a winning team

Kolumne. Eine Retailkette mit einem Dutzend Filialen, verteilt über Wien. Nur eine läuft gut.

Woran es lag, dass eine Filiale gut lief? Wahrscheinlich an der Filialleiterin. Intelligenter als der Schnitt, em- und sympathisch. Für so eine arbeitet man gerne.

In den anderen Filialen herrschten Chaos, Zank und Hader. Und scheußliche Umsatzzahlen.

Wir müssen etwas tun, sagten sich die Geschäftsführer. Sie beschlossen, die Teams neu zusammenzuwürfeln. Wenn A, B und C in der Filiale Hietzing streiten, reißen wir sie einfach auseinander. A bleibt in Hietzing, B kommt nach Favoriten und C in die Donaustadt. Den Protest hörte man bis Hütteldorf.

Als allererstes aber trennten die Geschäftsführer das Team der gut laufenden Filiale. Die Filialleiterin wurde, weil sie ja so gut war, in eine besonders schlechte, aber wichtige Filiale versetzt. Sie muss jetzt quer durch Wien fahren. Ihre Mitarbeiterinnen wurden in alle Winde verstreut.

Das Ende vom Lied? Jetzt laufen alle Filialen schlecht.

 

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Ähnlichkeiten mit realen Personen und Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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