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Fotografie

Kubelka-Retrospektive in Salzburg: Die Menschenforscherin

Friedl Kubelka: Das erste Jahresportrait (Teil 1 von 11 Teilen), 1972/73, Schwarz-Weiß- und Farbfotografien, kaschiert auf Karton.Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, Bildrecht, Foto: Werner Kaligofsky
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Das Museum der Moderne in Salzburg zeigt die erste institutionelle Retrospektive von Friedl Kubelka vom Gröller. Ein konsequentes, berührendes Werk, das einen innehalten lässt.

Was ist aus uns nur geworden? Was wird es aus uns machen – diese permanent ausgestellte Selbstbeschau in den sozialen Medien? So leicht wird man mitgerissen von diesem Selfiestrudel, glaubt man sich nur noch gesehen, wenn andere einen sehen. Verdrängt diese Hingabe an die Außensicht die Innensicht? Lässt sie uns hohl – oder nur ein Vakuum sichtbar werden, das schon war? Schwächt sie oder schützt sie unsere Wahrnehmung von bzw. vor intensiven Momenten, indem wir uns diese durch ein dazwischengeschaltenes Display vom Leib halten?