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Verdacht auf "Provisionen" bei Dorotheum-Privatisierung

THEMENBILD: DOROTHEUM
(c) APA (Hans Klaus Techt)
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Die Justiz ermittelt wegen "Provisionen", die im Zuge des Dorotheum-Verkaufs im Jahr 2001 an Erwin Soravias "OneTwoSold" geflossen sein sollen. Soravia ist ein Jugendfreund von Ex-Finanzminister Grasser.

Die umstrittenen Privatisierungen der früheren ÖVP/FPÖ-Regierung sorgen erneut für Ermittlungen der Justiz. Diesmal geht es um den Verkauf des Dorotheums im Jahr 2001. Den Zuschlag erhielt für rund eine Milliarde Schilling (73 Mio. Euro) die damalige Internetfirma "OneTwoSold" von Unternehmer Erwin Soravia und Christoph Dichand. Bei den Buwog-Ermittlungen tauchte nun der Verdacht auf, dass bei der Dorotheum-Privatisierung unerklärliche "Provisionen" geflossen seien, wie "Österreich" berichtet.

Soravia: Kein Cash an Grasser

Erwin Soravia wurde dazu nun von Ermittlern befragt. "Ja, die Befragung durch die Kriminalpolizei hat stattgefunden. Ich wurde gefragt, ob wir Karl-Heinz Grasser bestochen haben, ob im Zuge der Dorotheum-Privatisierung von uns Cash an ihn geflossen sei", so Soravia. "Meine Antwort war ein klares und definitives Nein."

Gerüchte, wonach Grasser - ein Jugendfreund Soravias - kurz bevor "OneTwosold" sein letztlich siegreiches Angebot fürs Dorotheum abgab, bei Soravia zum Abendessen eingeladen war, seien falsch. "Während des Dorotheum-Verkaufsprozesses hatten wir keinen Kontakt. Durften wir gar nicht. Es war eine strikte Firewall eingezogen, die ÖIAG war da sehr dahinter. Es war genau geregelt, wer mit wem sprechen darf und wer nicht. Grasser war nicht bei mir eingeladen, wir haben uns strikt an das Kontaktverbot gehalten", sagt Soravia.

 

(APA)