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"Helden von Morgen": Puls-4-Lady moderiert im ORF

Doris Golpashin moderiert ab Herbst
Doris Golpashin moderiert ab Herbst "Helden von Morgen"(c) APA/Photo by ManfredBaumann.com
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Doris Golpashin, Moderatorin des Puls-Societymagazins "Pink!", wird die im Herbst anlaufende ORF-Castingshow moderieren. Beide Sender freuen sich über die Leihgabe, Verwechslungsgefahr befürchtet der ORF nicht.

Der ORF holt sich für die TV-Castingshow "Helden von Morgen" Unterstützung vom Privatsender Puls 4: Doris Golpashin, Moderatorin des Puls-Societymagazins "Pink!", wird die Moderation der großen ORF-Herbstshow übernehmen, wie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender am Dienstag in einer Aussenung mitteilte.

Die "Helden von Morgen"-Moderatorin setzte sich gegen ORF-interne Konkurrenz wie Kati Bellowitsch und Benni Hörtnagl durch. Die Moderation der Castingshow sei für sie eine "schöne Mischung" aus ihren bisherigen Tätigkeiten als Ö3-Moderatorin und ORF-TV-Ansagerin sowie ihrer aktuellen Arbeit beim Gesellschaftsmagazin "Pink!", so Golpashin im Ö3-"Wecker. "Ich freue mich auf die Herausforderung, gemeinsam mit Österreich die neuesten, jüngsten und besten Talente der Musikbranche zu entdecken und einen Weg zu begleiten." Und: "Musikalisch kenne ich mich aus", so die 29-Jährige.

Beide Sender freuen sich über die Leihgabe

Für Wolfgang Lorenz ist die Moderatoren-Leihgabe "eine sehr gute Lösung", wie der ORF-Programmdirektor der Zeitschrift "tv-media" sagte. "Ich freue mich, dass wir dieses Projekt ohne Kriegserklärung zwischen den Sendern umsetzen können. Doris Golpashin kommt ja ursprünglich aus dem ORF", so Lorenz.

Erfreut zeigte sich auch Puls 4-Geschäftsführer Markus Breitenecker, der in der Vergangenheit immer wieder harsche Kritik am ORF geübt hatte. "Das ist eine Win-win-Situation für beide Sender, ein Beispiel gelungener Public Private Partnership, wie sie in Deutschland etwa ARD und PRO 7 mit Stefan Raab vorexerziert haben", so Breitenecker. Golpashin werde im übrigen nach ihrem ORF-Gastspiel im Februar wieder zu Puls 4 zurückkehren und nach wie vor ein Puls 4-Gesicht bleiben.

Dass der ORF mit dem privaten Moderatoren-Leasing noch verwechselbarer in Richtung Privatsender werden könnte, glaubt man am Küniglberg übrigens nicht. "Der ORF macht große Formate, die die Privaten nicht machen. Da wird es kein Problem hinsichtlich einer Verwechslungsgefahr geben", so ORF-Kommunikationschef Pius Strobl.

Moderationen, hart an der Schamgrenzen

Neben ihrer Moderatorentätigkeit war Golpashin in der Vergangenheit auch als Schauspielerin tätig, etwa in "Kommissar Rex" oder der filmischen Falco-Biografie "Verdammt, wir leben noch!". Zuletzt machte sie aber eher in den Gesellschaftsspalten des Boulevards wegen ihrer hart an der Schamgrenze geführten Moderationen Schlagzeilen. Mit ATV-Moderatorin Katrin Lampe lieferte sie sich einen Zickenkrieg um das Thema Brustvergrößerung, mit ORF-Society-Mann Dominic Heinzl gab es eine medial inszenierte SMS-Schlacht inklusive Klagsdrohungen und kolportierter Unterlassungserklärungen mit anschließender öffentlich zelebrierter Versöhnung. Auch bei Moderationen diverser Veranstaltungen schaffte es Golpashin nicht immer am Fettnapf vorbei. In der Medienbranche wird ihrem ORF-Engagement deshalb schon jetzt mit Interesse entgegen gesehen.

"Helden von Morgen" läuft ab Oktober

Mit dem neuen eigenentwickelten Castingformat "Helden von Morgen" will der ORF ab Herbst an alte Starmania-Zeiten anknüpfen. Nachgedacht hat man zuletzt auch über Verknüpfung des Formats mit der ab nächstem Jahr wieder geplanten Teilnahme am Song Contest. Als "Helden von Morgen" werden "Chartsstürmer der Zukunft, Meisterinnen des Soul, geborene Rockstars oder wortgewaltige Rapperinnen" gesucht. Die Show startet ab 22. Oktober und läuft jeweils freitags um 20.15 Uhr im Programm von ORF 1. Jede Woche übernehmen zwei Popstars das Coaching der Teilnehmer. Jede Woche muss ein Kandidat die Sendung verlassen, das TV-Publikum entscheidet per Abstimmung welcher. Der Sieger, der Ende Jänner gekürt wird, erhält 100.000 Euro als Startkapital für eine Karriere im Musikbusiness.

Bei "Helden von morgen" sollen die Kandidaten ihrem Musikgenre bis zum Finale treubleiben können, so die Vorgabe des ORF. Es gehe "darum, das individuelle Können zu perfektionieren, das vorhandene Potenzial zu nutzen und in der eingeschlagenen Richtung zum Star zu werden".

Die Castings für "Helden von Morgen" laufen derzeit noch.

(Ag./Red.)