Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 47,7 Mio. Euro nach Steuern verdient. Gelassen blickt Oberbank-Generaldirektor Gasselsberger der Umsetzung der „Basel III“-Bestimmungen entgegen.
Wien (gre). „Für uns ist die Krise vorbei“, freut sich Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger anlässlich der Halbjahrespressekonferenz über das „beste Halbjahresergebnis aller Zeiten“. Das Betriebsergebnis konnte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,3 Prozent auf 110 Mio. Euro gesteigert werden.
Gleichzeitig nahmen auch Kreditvolumen und Einlagen zu, in beiden Bereichen konnte der Marktanteil aufgestockt werden: Die aktuellsten Zahlen der OeNB für April 2010 weisen für das österreichweite Kreditvolumen im Jahresvergleich einen leichten Rückgang von 0,3 Prozent aus, während sich das Kreditvolumen der Oberbank um 4,4 Prozent auf 10,2 Mrd. Euro erhöhte. Die Primäreinlagen der Oberbank stiegen im Gegensatz zum Österreich-Trend (minus 1,3 Prozent) um 5,5 Prozent auf 10,9 Mrd. Euro.
Keine Angst vor Basel III
Gelassen blickt Gasselsberger der Umsetzung der „Basel III“-Bestimmungen entgegen. Die Kernkapitalquote (das von den Eigentümern eingezahlte Kapital plus einbehaltene Gewinne im Verhältnis zu den Krediten, sozusagen die eiserne Reserve) sei mit 9,31 Prozent im internationalen Vergleich herzeigbar. Die Vorsorgen im Kreditgeschäft habe man trotz sinkenden Kreditrisikos um vier Prozent erhöht.
Für heuer soll die Expansion fortgesetzt werden, in Summe sollen 2010 zwölf Filialen eröffnet werden. Der Fokus liege weiterhin auf den Kernmärkten Bayern, Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Allein in Wien sind drei Neueröffnungen geplant.
Der Oberbank-Chef revidierte auch sein Ziel für das laufende Geschäftsjahr nach oben: Nachdem er sich bisher das Wiedererreichen des Vorjahresergebnisses zum Ziel gesetzt hatte, soll es nun übertroffen werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2010)