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Mattersburg

Einlagensicherung zahlte bisher 427 Millionen Euro an Commerzialbank-Kunden aus

MATTERSBURG-BANK - AUSZAHLUNGEN DURCH EINLAGENSICHERUNG LAUFEN AN
Servicestelle der Einlagensicherung in der Commerzialbank-FilialeAPA/Theresa Puchegger
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Bisher habe die Einlagensicherung 82 Prozent der anspruchsberechtigten Kunden entschädigt.

Die Auszahlungen an die vom Bilanzskandal der Commerzialbank Mattersburg geschädigten Kunden gehen voran. Nach Angaben der Einlagensicherung habe sie bis Freitag, 14.8.2020 bereits 11.000 Kunden entschädigt. Das seien 82 Prozent aller anspruchsberechtigten Kunden. Insgesamt wurden bisher 427 Millionen Euro von geschätzt 490 Millionen Euro ausbezahlt.

Über die Einlagensicherung ist jeder Bankkunde mit Spareinlagen bis zur Höhe von 100.000 Euro abgesichert. Wer über 100.000 Euro bei der Commerzialbank Mattersburg liegen hatte, kann die Summe in einem möglichen Insolvenzverfahren anmelden. Ende Juli wurde das Konkursverfahren für die Bank eröffnet, der Gläubigerausschuss tagte erstmals am 10. August.

Bei zeitlich begrenzt gedeckten Einlagen kann der gesicherte Betrag von 100.000 auf bis zu 500.000 Euro ansteigen. Dafür ist allerdings ein Nachweis darüber nötig, dass die Einlage wegen eines besonderen Ereignisses - beispielsweise Immobilien-Transaktionen, Ehe, Scheidung oder Pensionsantritt - erhöht ist.

Der Topf der Einlagensicherung wird aus den Beiträgen der einzelnen Banken gespeist. Beteiligt sind alle Banken außer der Sparkassengruppe, die ihre eigene Einlagensicherung hat. Um die Auszahlungen, die heuer für die Pleiten bei der Mattersburg-Bank und bei der ehemaligen Meinl Bank anfallen, wieder aufzufüllen, werden die Banken in den kommenden Jahren wahrscheinlich deutlich höhere Beiträge berappen müssen. Erste Vorschläge seitens der Banken zu einer Beteiligung der Kunden über eine Art Selbstbehalt wurden bereits laut. Konsumentenschützer lehnen das strikt ab.

(APA)