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Eishockey

Lettland äußert wegen Belarus Bedenken zur Ausrichtung der WM 2021

19.01.2020 - Eishockey - Saison 2019 2020 - DEL - 39. Spieltag: Thomas Sabo Ice Tigers Icetigers Nuernberg - Koelner Haie
2021 soll die Eishockey-WM in Lettland und Belarus stattfindenimago images/Zink
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Lettland will wegen Belarus Gespräche mit dem IIHF aufnehmen. Die beiden Länder sollen die Eishockey-WM 2021 gemeinsam austragen.

Minsk. Lettland will Gespräche mit dem Eishockey-Weltverband (IIHF) über die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2021 aufnehmen. "Wir werden die IIHF dazu aufrufen, ein anderes Land anstelle von Belarus in Erwägung zu ziehen", sagte Regierungschef Krisjanis Karins am Montag in Riga. Das baltische Land Lettland wird im kommenden Jahr die WM gemeinsam mit dem benachbarten Belarus (Weißrussland) organisieren.

Gespielt werden soll in den Hauptstädten Riga und Minsk. IIHF-Präsident Rene Fasel hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, dass es momentan keine Pläne gebe, die WM in ein anderes Land zu verlegen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde das Turnier um zwei Wochen nach hinten verschoben und soll vom 21. Mai bis 6. Juni 2021 ausgetragen werden.

Lettland möchte nach Angaben von Karins weiterhin das Turnier ausrichten. Angesichts der gegenwärtigen Lage in Belarus sehe er aber nicht, wie sein Land dies zusammen mit den geplanten Co-Gastgeber tun könne, sagte der Ministerpräsident des Baltenstaats. Lettland und Belarus hatten sich 2017 bei der WM-Vergabe mit ihrer gemeinsamen Bewerbung durchgesetzt. In Minsk wurde die Eishockey-WM erstmals 2014 ausgetragen. Riga war 2006 WM-Ort.

In Belarus kommt es wegen der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl vor gut einer Woche seit Tagen zu großen Protesten. Sie haben das Ziel, den autoritär regierenden Staatschef Alexander Lukaschenko aus dem Amt zu drängen, der sich zum sechsten Mal in Folge zum Wahlsieger hat erklären lassen. Die Polizei ging vor allem zu Beginn der Proteste brutal gegen die Demonstranten vor.