Philosophie

Ist Verzeihen wirklich nicht mehr als ein Willensakt?

In ihrem neuen Buch „Die zweite Chance“ befasst sich Susanne Boshammer ausführlich mit Vergebung, bleibt aber in trockener Vernunftethik stecken.

Vergeben sei göttlich, erklärte Alexander Pope, das Diktum Ciceros vom Irren erweiternd. Tatsächlich wird das menschliche Vergeben schon im ersten christlichen Gebet zum Vorbild fürs göttliche: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Ein genuin menschlicher Akt also, das Vergeben, wohl wert, ihm ein Buch zu widmen. Susanne Boshammer, Philosophin in Osnabrück, hat eines geschrieben, doch man wird nicht recht glücklich damit.