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Philosophie

So gut ist die Shortlist des "Tractatus"-Preises

Der 1962 in Wien geborene Robert Pfaller ist der einzige österreichische Anwärter auf den Essay-Preis "Tractatus".
Der 1962 in Wien geborene Robert Pfaller ist der einzige österreichische Anwärter auf den Essay-Preis "Tractatus".Die Presse (Clemens Fabry)
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Vom Scheitern auf hohem Niveau und brillanten Plädoyers: Nominiert sind Robert Pfaller, Susanne Boshammer, Michael Hampe, Geert Keil, Ulf Poschardt und Roberto Simanowski.

Die „Presse“ hat sich die Anwärter auf den Essay-Preis "Tractatus" des Philosophicums Lech angesehen - und durchaus auch Kritisches zu deren Büchern zu sagen. Hier die gesammelten Rezensionen:

  • Ist Verzeihen wirklich nicht mehr als ein Willensakt? In ihrem neuen Buch „Die zweite Chance“ befasst sich Susanne Boshammer ausführlich mit Vergebung, bleibt aber in trockener Vernunftethik stecken. >> Zum Artikel

  • Über "Die Wildnis, die Seele, das Nichts“. Auf hohem Niveau misslungen: Michael Hampes Versuch über das wirkliche Leben. Worum es nicht geht. >> Zum Artikel
  • Gibt es Wissen, sollen wir Forschern vertrauen? Geert Keil versucht sich prägnant und gut lesbar an der uralten, hochaktuellen Frage. „Wenn ich mich nicht irre“. >> Zum Artikel

  • In unserem Glauben an fixe Identitäten haben wir verlernt, mit Rollen zu spielen, sagt Robert Pfaller. Sein neues Buch „Die blitzenden Waffen“ ist ein brillantes Plädoyer für Form – und gegen Kunst, die sich als Wissenschaft geriert. >> Zum Artikel

  •  Als „letzten Ritter der Überholspur“ stilisiert sich „Welt“-Chefredakteur Ulf Poschardt in seinem Plädoyer für Mündigkeit. Das weniger Programm ist als Psychogramm – eines radikalen Denkers, dessen Idealtyp der Rennfahrer ist. Ulf Poschardts Kampfansage: „Mündigkeit ist nichts für Feiglinge“.
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  • Wen sollen selbstfahrende Autos in Unfallsituationen opfern? In „Todesalgorithmus“ rät Roberto Simanowski, uns der künstlichen Intelligenz ganz zu unterwerfen. Thomas Fuchs hält in „Verteidigung des Menschen“ kräftig dagegen.
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Zu den Nominierten: Der 1962 in Wien geborene Robert Pfaller wurde von der Jury für sein Buch "Die blitzenden Waffen. Über die Macht der Form" (S. Fischer Verlag) auf die Shortlist gereiht. Die aus Barbara Bleisch, Michael Krüger und Thomas Vasek bestehende Jury hat weiters folgende Personen in die Shortlist aufgenommen, die alle aus Deutschland kommen: Die Philosophin Susanne Boshammer für ihr Buch "Die zweite Chance: Warum wir (nicht alles) verzeihen sollten" (Rowohlt Verlag), die beiden Philosophen Michael Hampe für "Die Wildnis. Die Seele. Das Nichts. Über das wirkliche Leben" (Carl Hanser Verlag) und Geert Keil für "Wenn ich mich nicht irre. Ein Versuch über die menschliche Fehlbarkeit" (Reclam Verlag), der Chefredakteur der "Welt", Ulf Poschardt, für sein Buch "Mündig" (Klett-Cotta-Verlag) sowie der Literatur- und Medienwissenschafter Roberto Simanowski für sein Buch "Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz" (Passagen Verlag).

Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird heuer zum zwölften Mal vergeben. Damit sollen "herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher prämiert werden, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt", so der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech, Konrad Paul Liessmann. Die Preisverleihung ist im Rahmen des 24. Philosophicum Lech am 25. September geplant.

24. Philosophicum Lech "Als ob! Die Kraft der Fiktion", 23. bis 27. September, Lech am Arlberg, www.philosophicum.at