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Werkstofftechnologie

Die Stadt der Zukunft, aus Holz gebaut?

imago images/Karina Hessland
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Der Anteil an Holzbauten steigt auch im urbanen Raum seit Jahren, dank neuer Technologien kommt man mit dem natürlichen Werkstoff immer höher hinaus. CO2 wird dabei nicht nur gespart, sondern versenkt.

Es ist die Sonne, die seine Produktion vorantreibt. Die Energie ihrer Strahlen lässt winzige Sprösslinge zu kolossalen Baumriesen heranwachsen, aus nichts als Wasser und Kohlendioxid bilden sie dabei die Grundlage für einen der ältesten Baustoffe der Menschheit: Holz.
Über Jahrtausende war es das Material der Wahl, insbesondere für jene, die sich Stein und Ziegel für den Bau ihrer Behausung nicht leisten konnten. Mit dem Einzug der Moderne, der industrialisierten Herstellung von Stahl und Beton und dem ungebremsten Wachstum der Großstädte wurde das Holzhaus jedoch aus dem urbanen Raum verdrängt. Heute verbindet man damit eher ländliches Idyll als mondänes Flair einer Metropole.

Das entspricht – auch hierzulande – durchaus der Realität: Weniger als ein Prozent der Gebäude in den dicht bebauten Kernen der großen österreichischen Städte sind aus Holz. Seit Jahren zeichnet sich aber ein neuer Trend ab, der nicht zuletzt durch heimische Technologie entstanden ist, sagt Johannes Konnerth, der im April die Professur für Technologie des Holzes an der Wiener Universität für Bodenkultur (Boku) angetreten hat. „Wir sind mitten drin in einem Wandel. Seit circa zwanzig Jahren gibt es nun das Brettsperrholz, das in Österreich maßgeblich mitentwickelt wurde. Es macht den Werkstoff Holz berechenbar, und deshalb verbreitet er sich immer stärker. Auf fast allen Kontinenten wird Brettsperrholz inzwischen produziert und ersetzt sukzessive Beton. Derzeit werden weltweit zwei Millionen Kubikmeter davon produziert, und es geht steil bergauf.“