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Fledermäuse

Virenfest durch Viren?

Sie können mit Krankheitserregern leben, die andere Tiere und Menschen töten. Vielleicht werden sie auch deshalb steinalt.
Sie können mit Krankheitserregern leben, die andere Tiere und Menschen töten. Vielleicht werden sie auch deshalb steinalt.(c) Getty Images (Joe McDonald)
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Die bisher detailliertesten Genomanalysen von Fledermäusen deuten darauf hin, dass sie zum Schutz vor Viren deren Gene in ihr Genom einbauen.

Ausgerechnet in China ist bzw. war das Tier, das in der europäischen Tradition als Bote des Bösen galt – mit seinem Blut wurden Verträge mit dem Teufel unterzeichnet, und er selbst taucht auf Bildern mit seinen Flügeln auf, Engel hingegen haben die von Vögeln –, als Heilsbringer hoch willkommen: Im Mandarin heißt die Fledermaus „fu“, so heißt bzw. klingt auch das Glück. Und ausgerechnet dort hat die Fledermaus nun Unheil verbreitet, zum zweiten Mal in kurzer Zeit: Mit dem Coronavirus, das 2002/2003 die Sars-Epidemie ausgelöst hat, und mit dem der jetzigen Covid-Pandemie.

So hintergründig ist die Geschichte der Fledermäuse, die sich vor 64 Millionen Jahren in die Lüfte erhoben haben. Darauf deuten die Gene, die ältesten Fossilien haben 52 Millionen Jahre auf den Knochen, da haben sich die Fledermäuse schon in Jäger diversifiziert – vor allem von Insekten, aber auch etwa von Fröschen – und in Früchtefresser, sie wurden zur zweitgrößten Gruppe der Säuger (nach den Nagetieren), stellen mit über 1400 Arten 20 Prozent.