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Gastbeitrag

EU-Richtlinie: Whistleblowing kann Unternehmen auch helfen

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Kommender Schutz für Hinweisgeber bringt Organisationen neben Lasten auch Chancen.

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Wien. Noch ist die Regierung dabei zu klären, welches Ressort sich federführend kümmern wird, aber gemacht werden muss es: Bis Oktober 2021 muss Österreich die EU-Whistleblower-Richtlinie umsetzen. Diese schützt nicht nur die Whistleblower, sondern auch die betroffenen Unternehmen. Werden die Hinweise richtig genutzt, können Straftaten „saniert“ werden.

Whistleblower decken durch ihre Enthüllungen zwar Straftaten auf, setzen aber auch ihre Karriere aufs Spiel und riskieren strafrechtliche Verfolgungen. Ohne angemessenen Schutz sind sie im Auge der Justiz oft nichts als Kriminelle: Im Skandal rund um LuxLeaks, der 2014 durch mehrere Whistleblower ins Rollen gekommen war, wurden die Hinweisgeber zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Auch andere Enthüllungscausen à la Panama-Papers, Cambridge Analytica und Co. zeigten die begrenzten Möglichkeiten für Hinweisgeber auf, Missstände zu melden, ohne Sanktionen ausgesetzt zu sein.