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Morgenglosse

Birgit Hebeins Pop-up-Vernarrtheit nervt

BESICHTIGUNG DES STADTENTWICKLUNGSGEBIETES AM NORDWESTBAHNHOFGELAeNDE: HEBEIN
APA/HERBERT NEUBAUER
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Radfahren in einer Millionenstadt wie Wien? Ja warum denn nicht. Nur wird mit dem politischen Instrumentalisieren des Themas von Versäumnissen abgelenkt.

Sie werden manchmal beim Aufrufen von Seiten im Internet als störend empfunden, Pop-up-Fenster, die zu Werbung (ver)führen. Pop-up-Lokale hingegen beweisen Lust zu Experimenten und machen Lust auf neue Erfahrungen. In der Politik, der Wiener Stadtpolitik, ist die Bereitschaft verflogen, Lust für Pop-up-Aktivitäten aufzubringen, die hier gerne in einer Ausformung der schrägeren bis sehr schrägen Art auftauchen. Beispiel? Noch nie etwas vom Sechs-Personen-Pool am Gürtel mit Kosten gehört? Es nervt einfach nur noch.

Es nervt, wenn die grüne Vizebürgermeisterin Birgit Hebein mit Aktionen Bürger und selbst den Koalitions-„Partner“ überrascht, zuletzt mit dem Ansinnen Pop-up-Radwege bis weit in den Herbst hinein zu verlängern. Wobei es ja durchaus einiges an Unterhaltungswert zumindest für Politik-Afiniciados bieten könnte, wenn die übermächtige SPÖ vom grünen Anhängsel in der Koalition geärgert wird...

Aber, was noch mehr ärgert: Ein ohnedies sensibles Thema (schwer zu sagen, was da so schwer daran ist), Radfahren in der Stadt, wird ohne äußere Not ideologisiert. Die innere grüne Not: im Wahlkampf aufzufallen. Dabei lassen sich auch wunderbar eigene Schwächen vertuschen und übertünchen, wie die Unfähigkeit, in und für Wien endlich ein nachvollziehbares Park-Regime einzuführen. Wie wäre es damit: Zurück zur Sachpolitik, Frau Vizebürgermeisterin!