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Rüstungsdeal

Venezuela erwägt Kauf von Raketen aus dem Iran

Nicolas Maduro
APA/AFP
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Laut Geheimdienstinformationen plant Venezuela den Kauf von Mittel- und Langstreckenraketen.

Sein Land liegt ökonomisch darnieder, doch Venezuelas Präsident Nicolás Maduro spielt mit der Idee, Raketen aus dem Iran zu kaufen. "Mir erschien das eine gute Idee und ich habe (Verteidigungsminister Vladimir) Padrino beauftragt, das volle Potenzial der iranischen Militärtechnologie zu prüfen", sagte Maduro in einem in einem Interview im staatlichen venezolanischen Fernsehen. "Und wenn es möglich ist, werden wir diese Raketen zu gegebener Zeit kaufen."

Nach Angaben des iranischen Außenministeriums gibt es noch keine Anfrage aus Venezuela für den Kauf von Raketen. "Wir haben diesbezüglich aus Caracas nichts erhalten", sagte ein iranischer Außenamtssprecher.

Der kolumbianische Präsident Iván Duque hatte in der vergangenen Woche unter Berufung auf Geheimdienst-Informationen gesagt, dass die venezolanischen Streitkräfte versuchten, Mittel- und Langstreckenraketen aus dem Iran zu erwerben.

Kolumbien gehört zu den erbitterten Gegnern von Präsident Maduro in Caracas. Dessen sozialistische Regierung ist international weitgehend isoliert, weil die USA, viele lateinamerikanische und europäische Staaten Maduro nicht mehr als legitimen Staatschef anerkennen. Zuletzt baute er seine Beziehungen zu den verbliebenen Verbündeten aus. Der Iran schickte beispielsweise Tanker mit Benzin und ein Frachtschiff mit Lebensmitteln in das südamerikanische Krisenland.

(APA/DPA)