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Champions-League-Qualifikation

Rapid hat den lukrativen Europacup-Herbst sicher

Ercan Kara und Kollegen jubeln
Ercan Kara und Kollegen jubelnAPA/ERWIN SCHERIAU
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Die Hütteldorfer siegten bei Lok Zagreb 1:0 und treten damit zumindest in der Gruppenphase der Europa League an. Ercan Kara erzielte das Goldtor, das auch von der Königsklasse träumen lässt.

Zagreb/Wien. Rapid kann mit einem Europacup-Herbst und Entlastung für das wegen Corona angespannte Budget planen. Denn die Hütteldorfer besiegten in der 2. Runde der Champions-League-Qualifikation Lok Zagreb mit 1:0 und treten damit ab sofort im Falle des Ausscheidens in der Gruppenphase der Europa League an, womit eine Startprämie von 2,92 Millionen Euro verbunden ist. Der Aufstieg brachte 480.000 Euro und wahrte die Chance auf die dritte Teilnahme an der Champions League (Startprämie 15,25 Mio. Euro). Die Auslosung der 3. Runde erfolgt am Montag (12 Uhr) in Nyon, mögliche Gegner sind Benfica Lissabon, Dynamo Kiew und KAA Gent. Spieltermin ist der 15./16. September.

"Es war ein sehr wichtiger Sieg, die Champions-League-Reise geht weiter. Zumindest die Europa League haben wir fix, von daher sind wir sportlich und wirtschaftlich auf der sicheren Seite. Der Sieg war absolut verdient, Lok Zagreb hatte über 90 Minuten keine herausgespielte Chance“, sagte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. „Es war eine solide Leistung, aber natürlich müssen wir besser spielen.“ Extra-Lob gab es für Torschützen Ercan Kara „Er hat sich in den sieben Monaten bei uns echt gut entwickelt. Ich freue mich für ihn und bin froh, dass wir ihn in unseren Reihen haben."

Schleppender Beginn gegen defensive Kroaten

Im ersten Pflichtspiel der Saison schickte Kühbauer seine Mannschaft mit Dreierkette und Taxiarchis Fountas hinter Stoßstürmer Ercan Kara auf den Rasen. Nach dem Abgang von Stefan Schwab (Paok Saloniki) übernahm Dejan Ljubicic das Kapitänsamt, spielerisch aber war die Lücke noch nicht gefüllt. Ohne Strategen im Zentrum liefen fast alle Aktionen über den rechten Flügel, wo sich Kelvin Arase, Thomas Murg und zum Teil auch Fountas fast auf die Füße stiegen – und das Spiel dadurch an Breite beraubten.

Entsprechend mühevoll lief die Partie zwischen österreichischem und kroatischem Vizemeister an. Rapid hatte den Ball, aber kaum Durchschlagskraft, die Kroaten igelten sich bis auf eine Topchance (29., Strebinger rettete) mit elf Mann hinter die Mittellinie ein. Die Taktik von Lok-Coach Goran Tomić, der von 2001 bis 2005 für Austria Salzburg gespielt hatte, war Folge der vielen Sommer-Abgänge und Corona-Ausfälle.

Europacup-Debütant Kara erlöst Rapid

Die grün-weiße Erlösung in Form des 1:0 spiegelte Rapids Auftritt wider: Nicht glänzend, aber sehr bemüht. Lok-Torhüter Hendija hielt einen Schuss von Fountas und den Nachsetzer von Arase, der dritte Versuch von Kara aber saß (32.). Wie schon bei seinem Liga-Debüt traf der 24-Jährige nun also auch in seinem ersten Europacup-Spiel. Fountas verpasste es zu erhöhen (39.).

Auch nach der Pause konnte Rapid seine Einseitigkeit nur bedingt beheben, Maximilian Ullmann und mit ihm die linke Seite verhungerte oft. Ganz anders die Kroaten, die mit der Einwechslung von Routinier Sammir plötzlich offensive Nadelstiche setzten. Das verunsicherte die Kühbauer-Elf kurzzeitig, nach wackligen 15 Minuten aber fand man wieder in die Spur – und wurde beinahe belohnt. Nach einem Eckball ging ein Ullmann-Schuss durch das Gewusel aufs Tor, wurde jedoch wie der Nachschuss durch Fountas gerade noch geklärt (63.).

Rapid agierte weiter diszipliniert, hatte durch Kara die beste Chance (82.) und bejubelte letztlich den zwar wenig ruhmvollen, aber enorm wichtigen Sieg. Damit hat Grün-Weiß nicht nur die Absicherung in Form der Europa League sicher, sondern darf weiter vom dritten Antritt in der Königsklasse nach 1996 und 2005 träumen.