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Replik

Weder „historisch“ noch Frieden!

Durch Diktate von selbstherrlichen Autokraten lässt sich im Nahen Osten sicher keine dauerhafte friedliche Ordnung schaffen.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Ben Segenreich sieht, wie er in seinem Gastkommentar in der „Presse“ (20. 8.) schreibt, also einen historischen Frieden im Nahen Osten durch das jüngste Abkommen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Jedoch: Von historisch im Sinne einer dauerhaften Neuordnung kann keine Rede sein und – sieht man die Lage im Jemen, Irak, Syrien, Libanon, Libyen oder Mali – von Frieden ebenfalls nicht.

Dieser „historische Friede“ ist wohl vielmehr das Produkt einer weitgehend fremdbestimmten „Friedensordnung made in USA und Israel“. Die Regisseure dieses Deals sind zwei höchst umstrittene Politiker, die dringend einen „historischen“ Erfolg brauchen: der eine, um seine unsicheren Chancen auf eine Wiederwahl zu verbessern; der andere, um von der Schwäche seiner Koalitionsregierung und seinem persönlichen Status als Angeklagter abzulenken.