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Geld und Finanzen

Die neuen Blue Chips

Cloud statt Öl: Der Softwarekonzern Salesforce verdrängt Exxon aus dem Dow Jones.
Cloud statt Öl: Der Softwarekonzern Salesforce verdrängt Exxon aus dem Dow Jones.REUTERS
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Im US-Leitindex Dow Jones kommt es zu einer Rochade. Drei neue Werte sollen die US-Wirtschaft besser repräsentieren als Exxon oder Pfizer.

Der US-Leitindex Dow Jones enthält zwar nur 30 Unternehmen und ist damit deutlich enger gefasst als der S&P 500 mit 500 Unternehmen. Bei den Dow-Jones-Werten handelt es sich auch nicht zwingend um die größten Firmen oder meistgehandelten Aktien, sondern um diejenigen, die nach Meinung des Indexkomitees die US-Wirtschaft am besten repräsentieren.

Das Komitee hat nun, wie berichtet, entschieden, dass der Ölkonzern Exxon Mobil, der Pharmakonzern Pfizer und das Rüstungsunternehmen Raytheon das nicht mehr so stark tun wie der Softwarekonzern Salesforce, das Biotechunternehmen Amgen und die Technologie- und Rüstungsfirma Honeywell. Die drei erstgenannten Firmen fliegen Ende August aus dem Index, die drei neuen kommen rein.

Auslöser der Entscheidung war der Aktiensplit bei Apple. Der iPhone-Hersteller hatte bisher im Dow Jones die stärkste Gewichtung. Aber nicht, weil Apple mit zwei Billionen Euro Börsenwert der mit Abstand größte Konzern ist, sondern weil der Aktienpreis mit mehr als 500 Dollar der höchste ist. Danach richtet sich nämlich die Gewichtung im Dow Jones. Nun will Apple einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu vier vollziehen. Dadurch würde sein Gewicht um drei Viertel fallen, der Dow wäre weniger technologielastig.

Um das zu ändern, nimmt man Salesforce auf, ein Unternehmen, welches Firmensoftware und Cloud-Lösungen (Zurverfügungstellen von Speicherplatz und Software im Internet) entwickelt. Salesforce kommt der Trend zum Home-Office zugute. Nach guten Quartalszahlen hat das Unternehmen in der vergangenen Woche seinen Jahresausblick erhöht.