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Museumsquartier

MQ-Libelle: Ein Luxus-Penthouse für alle

Schwebende Lichtkreise von Brigitte Kowanz auf der Libellen-Terrasse des Leopold Museums(c) Hertha Hurnaus
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Gratis und ohne Konsumzwang vor allem kann man sich mit zwei gläsernen Liften zu neuen Aussichten über Wien aufschwingen. Die „Libelle“ am Leopold-Dach ist gelandet.

Diese kleine Unstimmigkeit konnte die Pressekonferenz zur Eröffnung der „Libelle“ am Dach des Leopold-Museums genauso wenig trüben wie das schlechteste Wetter für so einen Anlass: Als MQ-Chef Christian Strasser das demokratischste, weil völlig frei zugängliche Penthouse der Innenstadt als „schönste Kulturterrasse Österreichs“ bezeichnete, fiel Architekt Laurids Ortner (Ortner & Ortner) ihm doch tatsächlich ins Wort: „schönste Kulturterrasse der Welt“, müsse das bitte heißen.

Die Kränkung wird die Tate Modern London verkraften, und Ortner hat mit seinem Eigenlob auch nicht völlig unrecht. Zumindest der Blick, der von über 20 Metern Höhe zwischen Natur- und Kunsthistorisches Museum fällt, ist spektakulär. Die Kombination aus glasumhülltem Veranstaltungsraum in sehr abstrahierter Libellenform (die psychoanalytisch verdorbene Wiener eher Expliziteres assoziieren lässt) mit einer weiten, vor allem aber konsumationszwanglosen Aussichtsfläche ist es im internationalen Vergleich ebenso.