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Qualcomm rechnet in naher Zukunft mit 5G in jedem Smartphone

APA/AFP/NICOLAS ASFOURI
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Bislang ist der neue Mobilfunkstandard kaum verfügbar, auch in Smartphones sind die Module noch rar gesät. Das soll sich aber schon nächstes Jahr ändern.

Die fünfte Mobilfunkgeneration 5G mit hohen Datenübertragungsraten wird nach Einschätzung von Qualcomm-Präsident Cristiano Amon in naher Zukunft von quasi jedem neuen Smartphone unterstützt werden. Das stellte Amon am Donnerstag in der Eröffnungsrede der Technikmesse IFA in Aussicht. Bisher sind 5G-Module in Smartphones rar gesät.

Die Verbreitung von 5G werde durch den neuen Snapdragon-4-Chip angetrieben: "Er wird das Versprechen einlösen, 5G für alle Smartphonenutzer verfügbar zu machen." Mit ihm sei es möglich, den neuen Mobilfunkstandard auch mit günstigeren Geräten von Herstellern wie Motorola, Oppo und Xiaomi ab 125 Dollar (105 Euro) zu unterstützen. 5G bietet nicht nur höhere Datenübertragungsraten, sondern auch geringere Laufzeiten (Latenz), was für Anwendungen wie Telemedizin oder bestimmte Spiele entscheidend ist. Außerdem kann man mit 5G viel besser eine größere Anzahl von Geräten in einer Funkzelle versorgen, etwa in einem voll besetzten Fußballstadion.

Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Technologie & Innovation der Deutschen Telekom AG, kündigte in einem eingeblendeten Videoclip an, 5G werde bis zum Jahresende in Deutschland zwei Drittel der Bevölkerung erreichen. 5G ist nach Angaben von Qualcomm derzeit in 80 öffentlichen Netzwerken in mehr als 35 Ländern in Afrika, Asien, Europa, Nordamerika, Ozeanien/Australien und Südamerika verfügbar. In diesen Regionen gebe es 3,5 Milliarden Smartphoneanwender.

Qualcomm ist der weltgrößte Hersteller von Mobilfunkchips. Für die Verbreitung von 5G dürfte aber auch das iPhone von Apple eine wichtige Rolle spielen, das nicht mit einem Snapdragon-Chip von Qualcomm läuft. Nach einer Einigung im Patentstreit zwischen den beiden Unternehmen erwarten Experten, dass Apple beim iPhone 12 auch auf den neuen Mobilfunkstandard setzen wird.

(APA/DPA)