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Schließung

Weiter Streit um Cineplexx Salzburg City

Hauseigentümer besteht auf vertragliche Betriebspflicht bis 2026 und spricht von großen Mietrückstände.

Nach der überraschenden Schließung des Kinos
"Cineplexx Salzburg City" mit Ende August hat sich am Freitag der
Eigentümer der Liegenschaft zu Wort gemeldet. Der Kinobetreiber
hatte den Rückzug mit einem "fortschreitenden Qualitätsverfall" der
Immobilie begründet, der Hauseigentümer spricht nun von
sechsstelligen Mietrückständen und besteht auf die vertraglich
vereinbarte Betriebspflicht bis 2026.

"Noch Anfang März wurde an einem gemeinsamen Konzept 'City Center
Salzburg Neu' gearbeitet und über eine Vertragsverlängerung bis weit
über das bis 2026 gültige Mietverhältnis hinaus gesprochen", sagte
Haupteigentümer Andreas Heigl in einer Aussendung. Und Verwalter
Robert Hammerl: "Weder in vorangehenden Gesprächen noch im
Kündigungsschreiben war die Qualität des Gebäudes ein Thema. Dass
nun in einer Presseaussendung plötzlich von einem 'fortschreitenden
Qualitätsverfall' der Immobilie gesprochen wird, kommt angesichts
der bis zum Frühjahr verfolgten Zukunftspläne mehr als
überraschend."

Laut Heigl gab es Differenzen wegen Mietrückständen: "In den
letzten beiden Jahren blieben Forderungen auf Mieten und
Betriebskosten in der Höhe von mehreren hunderttausend Euro offen.
Zuletzt hatten die Mieter einseitig angekündigt, aufgrund der
verminderten Besucherzahlen seit der Covidkrise nur mehr 40 Prozent
der Miete zu bezahlen."

(APA)