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Fokus auf
Austria'20

Die Kür der Österreicher des Jahres

Als Österreicher des Jahres sind in acht Kategorien mehr als 45 Frauen und Männer nominiert. Ab sofort wird abgestimmt – wer mitmacht, hat die Chance auf zwei Karten für die Gala am 21. Oktober in Wien.

Wien. Sie forschen an Medikamenten zur Behandlung von Covid-19, setzen sich trotz Krise für Kulturveranstaltungen ein, begeistern Jugendliche mit Migrationshintergrund für die Medienlandschaft, spielen Fußball in Europas Topligen und betreiben Entwicklungshilfe in den ärmsten Regionen der Welt. So unterschiedlich ihre Betätigungsfelder sind, so ähnlich sind sie einander in ihrer Entschlossenheit, Kreativität, Uneigennützigkeit und in ihrem Mut. Deswegen haben sie auf sich aufmerksam gemacht, und deswegen werden sie nun vor den Vorhang geholt – als Nominierte in acht Kategorien.

Denn zum mittlerweile 17. Mal kürt „Die Presse“ zusammen mit ihren langjährigen und einem neu hinzugekommenen Partner die Österreicherinnen und Österreicher des Jahres. Nominiert sind mehr als 45 Frauen und Männer, die in ihrem jeweiligen Bereich Außergewöhnliches geleistet haben – mit neuen Ideen, Geduld, persönlichem Engagement und oft auch gegen Widerstand. Ausgezeichnet werden die Gewinnerinnen und Gewinner wieder bei der großen Austria-Gala, die am 21. Oktober in den Wiener Sofiensälen stattfindet und bei der traditionell auch namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft begrüßt werden – selbstverständlich unter Einhaltung sämtlicher Abstands- und Verhaltensregeln.

Die Höhepunkte der Veranstaltung, die von „Im Zentrum“-Gastgeberin Claudia Reiterer moderiert wird, sendet der ORF rund um den Nationalfeiertag. Ermittelt werden die Sieger in den Kategorien Erfolg international, Forschung, Humanitäres Engagement, Kulturerbe, Unternehmen mit Verantwortung, Start-ups sowie in den beiden neuen Kategorien Klimainitiative und Österreicherinnen und Österreicher des Jahres, die sich in der Coronakrise verdient machten, erneut in zwei Stufen: Die „Presse“-Leser und User der „Presse“-Website ermitteln zunächst mit ihren Stimmen jeweils drei Finalisten pro Kategorie, aus den jeweils drei Bestgereihten kürt schließlich eine Fachjury die Österreicherinnen und Österreicher des Jahres. Ausgenommen von dieser Regelung ist wieder die Kategorie Humanitäres Engagement, bei der ausschließlich die Leser und User über die Gewinnerin oder den Gewinner entscheiden werden. Diese Kategorie ist auch die einzige mit einer Dotierung, die Ränge eins bis drei erhalten jeweils 10.000 Euro als Unterstützung für ihren gemeinnützigen Einsatz – zur Verfügung gestellt von sämtlichen Partnern der Austria20, die die jährliche Gala erst möglich machen.

An Bord sind in diesem Jahr wieder das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, die Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die Österreichischen Lotterien, der ORF, die Wirtschaftskammer Österreich, die Stadt Wien sowie der Verbund, der heuer erstmals mit dabei ist. Abgestimmt werden kann schon ab Samstag – mittels Kupons oder auch online unter www.diepresse.com/austria20. Mitmachen lohnt sich, denn wer seine Stimme abgibt, hat die Chance auf zwei Karten für die exklusive Austria-20-Gala in den Wiener Sofiensälen.

++ HANDOUT ++ CORONAVIRUS: R�CKHOLAKTION VON �STERREICHERN AUS NIGERIA
Erfolg International

Die größte Rückholaktion der Geschichte

Mit seinen Konsulaten und Botschaften ist das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten die erste Anlaufstelle für Österreicher im Ausland. Wie wichtig sie sind, wurde in der Coronakrise deutlich.

Wien. Plötzlich musste es schnell gehen. Wegen der quasi über Nacht ausgebrochenen Pandemie wollten Österreicher auf der ganzen Welt zurück in ihr Heimatland. Tausende Urlauber oder ihre besorgten Freunde sowie Verwandten wählten die Nummer der Hotline des Außenministeriums, um bei der Rückreise unterstützt zu werden und aktuelle Informationen zu erhalten. Rund 240 Personen nahmen in dieser Zeit 24 Stunden am Tag Anfragen entgegen.

Am 13. März landete die erste Maschine aus Italien in Wien-Schwechat, wenige Tage später wurden 300 Urlauber aus Marokko nach Hause geflogen. Der letzte Flug der größten Rückholaktion der Geschichte brachte am 10. April weitere 300 Menschen aus Neuseeland zurück. Insgesamt half das Außenministerium rund 7500 Menschen aus 29 Ländern bei ihrer Rückreise nach Österreich, 39 Flüge waren dafür notwendig. In diesen Wochen wurde deutlich, dass das weltweite Vertretungsnetzwerk Österreichs kein Luxus ist, sondern im Ernstfall eine Lebensversicherung sein kann.

Ein besonderer Kraftakt war die Rückholung von Österreichern aus Australien. Die über den gesamten Kontinent verstreuten Passagiere zum Flughafen nach Sydney zu bringen erforderte viel Kreativität und Organisationsarbeit. Schon damals galten im stark von der Pandemie betroffenen Land strikte Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen. Allein schon das Einholen der Fluggenehmigung, um die knapp 300 Passagiere nach Österreich zu fliegen, war eine große Herausforderung. Am 1. April landete schließlich die Boeing 777 Spirit of Austria der AUA nach einem Zwischenstopp in Penang in Malaysien in Wien. Der Hinflug war mit 18 Stunden der längste Nonstop-Flug in der Geschichte der Airline.

Das Außenministerium rät im Übrigen immer noch von allen nicht notwendigen Reisen, insbesondere Urlaubsreisen, dringend ab. Treten Österreicher dennoch eine Reise ins Ausland an, wird eine Reiseregistrierung empfohlen. Zudem sollten sich alle erkundigen, welche Bestimmungen im jeweiligen Land gelten. Diese sind auf der laufend aktualisierten Website www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/laender zu finden. Im Fall einer Erkrankung sowie zur Unterstützung bei der Einholung von ärztlichem Rat oder Informationen zu Anlaufstellen für medizinische Notfälle sollte unverzüglich Kontakt mit der jeweiligen österreichischen Vertretungsbehörde aufgenommen werden. Die Kontaktdaten befinden sich auf der Website www.bmeia.gv.at/botschaften-konsulate/suche-nach-oesterreichischen-vertretungen.

Die Betreuung und Unterstützung der Auslandsösterreicher ist natürlich nicht erst seit der Coronakrise eine der Kernaufgaben der österreichischen Botschaften und Konsulate. Letztere stellen, ebenso wie die Webseite des Außenministeriums für Auslandsösterreicher (www.auslandsoesterreicherinnen.at), ein wichtiges Bindeglied zur Heimat dar. Sie sind für diesen Personenkreis eine erste Anlauf- und Servicestelle unter anderem für Pass-, Staatsbürgerschafts- und Wahlangelegenheiten.

Gerade bei den Behördenwegen wurden in den vergangenen Jahren wesentliche Erleichterungen für im Ausland lebende Österreicher erreicht. Seit der Einführung des Zentralen Personenstandsregisters im November 2014 können die Botschaften und Generalkonsulate Personenstandsurkunden selbst ausstellen, was so wie das Zentrale Staatsbürgerschaftsregister für Auslandsösterreicher eine enorme Vereinfachung des Behördenverkehrs bedeutet. Mit der für 2021 geplanten Einführung des Elektronischen Identitätsausweises (E-ID) als Erweiterung der Handysignatur bzw. Bürgerkarte werden auch Auslandsösterreichern zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung stehen, die digitalen Services des Bundes zu nutzen.

Die Beziehung der Auslandsösterreicher zu Österreich wird insbesondere in Vereinen und anderen Vereinigungen mit Österreich-Bezug im Ausland (400 Vereinigungen in 61 Ländern) sowie zunehmend auch durch die sozialen Medien gepflegt. Der Auslandsösterreicher-Weltbund (AÖWB) mit Sitz in Wien fungiert als Dachverband, Interessenvertretung und Serviceorganisation dieser Vereinigungen. Die rund 600.000 Auslandsösterreicher sind jedenfalls von enormer Bedeutung für Österreich, da sie in gewisser Weise die Botschafter des Landes sind und als Aushängeschilder fungieren. In den USA beispielsweise haben 30.500 Österreicher ihren Wohnsitz, in Argentinien und Südafrika leben jeweils 10.000. Viele der ausgewanderten Österreicher haben beeindruckende Karrieren hingelegt. Sie sind erfolgreich in Kunst und Kultur, Wissenschaft und Sport, bekannte Schauspieler und Regisseure, Spitzenköche oder leiten internationale Unternehmen.

Forschung

Die Coronakrise als Motivationsschub

Die Anträge auf Forschungsförderung bei der FFG sind in der Krise um ein Drittel gestiegen. Die Förderungsgesellschaft sieht in ihr ein „Proof of Concept“ der Digitalisierung und eine Chance zur Transformation der Wirtschaft.

Die Straßen waren leer, die Grenzen dicht, Schulen wurden geschlossen und Betriebe standen still: Die sieben Wochen Lockdown im Frühling dieses Jahres werden in die Geschichte des Landes eingehen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie werden Österreich dagegen noch lang begleiten. Auch die Forschungsförderungsgesellschaft FFG stellten die Coronamaßnahmen vor große Herausforderungen, erinnert sich Geschäftsführer Klaus Pseiner. „Das war bei uns ähnlich wie in anderen Unternehmen: Wir sind sofort in einen Home-Office-Betrieb gewechselt und haben alles daran gesetzt, unsere gesamten Geschäftsprozesse – sofern sie es nicht schon waren – zu digitalisieren. Denn unser Anspruch ist ganz klar, wir wollen die forschende Community jetzt bestmöglich unterstützen.“

Das sei ihnen bisher auch gelungen, so Pseiner, weder bei den Ausschreibungen noch bei den Vertragserstellungen oder bei den Auszahlungen sei es durch die Pandemie zu Verzögerungen gekommen. Im Gegenteil, ergänzt Henrietta Egerth, man habe die Prozesse in vielen Bereichen beschleunigen können, denn „unser oberstes Credo als Forschungsförderer lautet: ,Wer rasch hilft, hilft doppelt.‘“

 

Neue Ideen durch Covid-19

Für die angewandte Forschung ein Angebot, das intensiv genutzt wurde: Seit Beginn der Epidemie sind die Anträge für FFG-Förderungen aus dem Basisprogramm um 30 Prozent gestiegen, bei kleineren und mittleren Unternehmen sind es sogar 70 Prozent mehr Anträge. „Covid-19 hat in der Forschung zweifellos zu einem Motivationsschub geführt und auch viele neue Kooperationen und kreative Ideen ausgelöst. Es hat auch gezeigt, wie wichtig ein gutes Innovationssystem und eine gute Zusammenarbeit von Wirtschaft, Instituten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der öffentlichen Hand sind“, so Egerth.

Die Coronazeit sehe sie als „Proof of Concept“: Die Digitalisierung ermögliche neue Dienstleistungen sowie neue Formen der Steuerung von Prozessen, Warenströmen und Geräten. Auch in anderen Bereichen wie der Medizin, der Werkstoffentwicklung oder der Biotechnologie erwarte sie sich viele Fortschritte.

Mit den 26 Millionen Euro zusätzlicher Mittel, die im Rahmen des Corona Emergency Call von der Regierung zur Verfügung gestellt wurden, zeigen sich beide FFG-Geschäftsführer sehr zufrieden. Auch das lang geforderte und im Juni schließlich präsentierte Forschungsfinanzierungsgesetz, das eine mehrjährige Planungssicherheit in der Forschungsförderung mit sich bringt, ist für Pseiner und Egerth ein wichtiger Grundstein für das heimische Innovationssystem. Was aber noch fehle, sei eine langfristige, stetige Steigerung der Budgets für Forschung und Entwicklung, betonen beide.

 

Forschung als Lösungsansatz

Für Pseiner lässt sich die Strategie in der Coronakrise in drei Phasen teilen: Nach der ersten, in der Forschungsergebnisse unmittelbar zur Bekämpfung des Virus verwendet wurden, und der zweiten, in der wir uns derzeit noch befänden und in der die Forschungsbasis in Österreich stabilisiert werden müsse, komme die dritte Phase, „in der man effizient das Wachstum durch Forschung vorbereiten muss“. Dabei seien konjunkturelle Maßnahmen der Regierung entscheidend, so Pseiner.

Forschung sei ein Lösungsansatz und gleichzeitig ein Konjunkturmotor für die Wirtschaft, ist sich auch Egerth sicher. „Neben der Pandemie wird weltweit in Risikoanalysen nur ein Risiko einhellig noch höher bewertet: der Klimawandel. Daher ist es naheliegend, die notwendigen Konjunkturpakete nach der Coronakrise so einzusetzen, dass damit eine Transformation in eine klimaneutrale, smarte Wirtschaftsweise in Österreich und Europa eingeleitet wird.“

Humanitäres Engagement

„Materielle Güter rücken in den Hintergrund“

Ereignisse wie die Coronakrise führen zu einer Neubewertung vieler Bereiche, sagt Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Lotterien, die bei der Austria 20 erneut mit an Bord sind.

Wien. Trotz Coronakrise hatten die Österreichischen Lotterien „das Glück, den Geschäftsbetrieb weitestgehend aufrechterhalten zu können, und waren wirtschaftlich nicht so stark betroffen wie andere Branchen und Unternehmen“, sagt Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Lotterien, die bei der Austria 20 bereits zum 17. Mal als Sponsor für die Kategorie Humanitäres Engagement mit an Bord sind. „Daher waren wir auch in der Lage, unsere sozialen und humanitären Engagements fortzuführen. Es war zwar gelegentlich nötig, aufgrund der besonderen Situation Kooperationen und deren Inhalt anzupassen, aber wir ließen keine Partner im Stich. Und diesen Kurs werden wir natürlich auch in Zukunft beibehalten.“

Das Engagement im humanitären und sozialen Bereich hat für die Österreichischen Lotterien seit jeher einen besonderen Stellenwert – genauso wie eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. So haben die Lotterien im Zuge der Coronakrise die Kampagne #wirtragenmaske ins Leben gerufen. Zahlreiche Prominente wie etwa Franco Foda, Sabine Haag und Adi Hirschal standen dafür als Testimonials zur Verfügung. „Wir haben zudem unseren Annahmestellen geholfen, die Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten, indem wir sie mit Mund-Nasen-Schutz-Masken und Desinfektionsmittel ausgestattet haben“, so Glatz-Kremsner. „Und wir haben Trafikanten, die Vertriebspartner sind, dabei unterstützt, ihren Kindern gratis ein Sommercamp zu ermöglichen.“

Von der Krise verschont blieben aber auch die Lotterien nicht. „Grundsätzlich ist es ja so, dass die Menschen je nach wirtschaftlicher Situation spielen. Haben sie gerade mehr zur Verfügung, spielen sie mehr, haben sie weniger, spielen sie weniger“, sagt Glatz-Kremsner. „Dass sich die Einbußen während der Coronakrise aber in Grenzen hielten, lag vor allem am Umstand, dass wir durchwegs mehr als 90 Prozent unseres Annahmestellennetzes – wenn zum Teil auch mit reduzierten Öffnungszeiten – zur Verfügung hatten.“ Und diese Annahmestellen, allen voran die rund 2500 Trafiken, haben ihr Möglichstes getan, um ihrer Aufgabe als Nahversorger gerecht zu werden. Aber die anfänglichen Ausgangsbeschränkungen führten zu einer deutlich reduzierten Frequenz in den Annahmestellen, was spürbare Auswirkungen in – je nach Produkt – unterschiedlichem Ausmaß zur Folge hatte.

Zu den Folgen der Krise gehört für Glatz-Kremsner auch das Überdenken der Definition von Glück. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und vieles, was nicht selbstverständlich ist, wird als selbstverständlich empfunden. Einschneidende Erlebnisse wie die Coronakrise führen dann zu einem Überdenken und zu einer Neubewertung vieler Bereiche“, sagt sie. „Gesundheit bekommt, um bei der aktuellen Situation zu bleiben, einen neuen Stellenwert, materielle Güter rücken ein bisschen in den Hintergrund, und so wird wohl auch der Begriff des Glücks vielfach neu definiert.“

Und obwohl bei den Folgen der Krise zunächst an negative Entwicklungen etwa für den Tourismus gedacht werde, könne auch mit positiven Auswirkungen gerechnet werden: „Man wird nach der Krise in der Medizin und in der Forschung große Fortschritte gemacht haben. Vielleicht ergeben sich auch nachhaltig positive Effekte für die Umwelt und für das Klima, und es wird die Arbeitswelt auf neue, flexiblere Beine gestellt, Stichwort Home-Office.“

Jedenfalls hätten die vergangenen Monate eine Situation hervorgerufen, „wie sie die Casinos Austria und Österreichische-Lotterien-Unternehmensgruppe und damit auch ich in meiner 30-jährigen Berufslaufbahn noch nicht erlebt haben“, sagt Glatz Kremsner. „Aber wir haben diese Phase der – vor allem bei den Casinos – geschäftslosen Zeit nicht zuletzt durch ein hervorragendes Krisenmanagement und durch die Unterstützung bestens geschulter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krisenstab gemeistert und sind jetzt dabei, das Extrem mit allen Anstrengungen wieder umzukehren.“

Die Krise habe natürlich alle sehr gefordert und auch dazu geführt, dass private und berufliche Lebensbereiche teilweise noch stärker ineinander übergehen. Tele-Arbeit, Home-Office, Kurzarbeit und nicht nur das Proben eines Krisenfalls, sondern der bittere Ernstfall seien auch für sie und ihren Vorstandskollegen, Martin Škopek, Neuland gewesen und hätten dazu geführt, dass viele Umdenkprozesse gestartet wurden. „Es war sicherlich für uns alle eines der arbeitsintensivsten Szenarien überhaupt. Aber was es durchaus schmerzhaft bewiesen hat, ist, dass wir ein starkes berufliches Zusammengehörigkeitsgefühl haben und so miteinander koordiniert und lösungsorientiert für das große Ganze gearbeitet haben.“

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz
Kulturerbe

„Eine Gesellschaft wächst mit ihren Aufgaben“

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ist überzeugt, dass Corona die Solidarität gestärkt hat. Ein Gespräch über Rekordquoten, digitale Kunst, die halb leere Staatsoper und das Privileg, in der Musik-„Welthauptstadt“ Wien zu leben.

Die Presse: Seit Monaten hat uns die Coronapandemie fest im Griff. Woran werden sich spätere Generationen erinnern?

Alexander Wrabetz: In Zukunft wird man von einer Vor- und einer Nach-Corona-Zeit sprechen. Hoffentlich wird man in der Nach-Corona-Zeit die negativen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Folgen gut bewältigt haben. Aber das ist noch ein weiter Weg.


Ist unser Kulturerbe in Gefahr?

So weit würde ich nicht gehen. Aber die Kulturinstitutionen, die Künstlerinnen und Künstler leiden sehr unter der derzeitigen Situation, viele sind in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Es wird lang dauern, bis das Kulturangebot wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht hat. Der ORF hat sein Engagement im Kunst- und Kulturbereich deutlich verstärkt, um neue Auftrittsmöglichkeiten zu schaffen und Kulturerlebnisse zumindest digital zu ermöglichen.


Bergen Einschränkungen und Reduktion nicht auch Chancen für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung?

Eine Gesellschaft wächst mit ihren Aufgaben. Zwar hätten wir alle lieber auf die Erfahrung einer Pandemie verzichtet, da sie aber Realität ist und unser Leben noch länger beeinflussen wird, ist es wichtig, aus dieser Situation etwas mitzunehmen. Ich glaube, dass das Abstandhalten und die besondere Rücksichtnahme auf Risikogruppen zu einem stärkeren Bewusstsein für ein solidarisches Miteinander geführt haben. Wie nachhaltig das ist, wird sich erst zeigen.

Wie geht's dem ORF mit Corona?

Der ORF hat versucht, seinem gesetzlichen Auftrag auch unter den schwierigen Voraussetzungen so gut wie möglich gerecht zu werden. Wir haben umfassend informiert. Und darüber hinaus eine Vielzahl von Programmmaßnahmen gesetzt – von der Bildung über Filme, Serien, Religion bis hin zum Sport und vor allem auch zur Kultur. Die ORF-Programme wurden von einem Millionenpublikum genutzt. Die „ZiB 1“ am 15. März hatte mit 2,9 Millionen die meisten Seherinnen und Seher seit dem Beginn der elektronischen Quotenmessung. Allein die TV-Information hat 94 Prozent der Bevölkerung erreicht. Wir müssen nun versuchen, die Lehren aus der Krise zu ziehen und die für den ORF massiven wirtschaftlichen Auswirkungen verkraften.


Wie haben Sie als Kulturkonsument die Zeit durchlebt?

Mir fehlen natürlich Oper und Konzert. Musik live zu genießen gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen. Und gerade Österreich hat hier so viel zu bieten, dass es mich schmerzt, wenn ich sehe, was heuer alles ausfallen musste oder nur in reduzierter Form stattfinden konnte. Wenn man monatelang auf Live-Musikerlebnisse verzichten muss, wird einem erst bewusst, was für ein Privileg es ist, in Wien, der Welthauptstadt der Musik, zu leben.


Waren Sie schon in Vorführungen? Wie hat sich das angefühlt?

Es war ein unglaubliches Erlebnis, „Elektra“ im Rahmen der Salzburger Festspiele in voller Besetzung zu erleben und die Begeisterung der Philharmoniker zu spüren. Ich freue mich auf die Wiedereröffnung der Staatsoper mit zumindest zur Hälfte gefülltem Saal. Mit der Konzertreihe „Wir spielen für Österreich“ konnten wir medial Kulturerlebnisse vermitteln.


Der ORF liefert den Zuschauern Kultur ins Haus. Was kommt?

Der Bogen reicht von „Madame Butterfly“ (7. 9.), live zeitversetzt aus der Staatsoper, über das „Sommernachtskonzert“ der Wiener Philharmoniker (18. 9.) bis zu Rudolf Buchbinders Konzert aus Grafenegg im Rahmen unserer Reihe „Wir spielen für Österreich“ (6. 9.), um einige Highlights zu nennen.


Wird die „Austria“-Gala heuer stattfinden können?

Ich hoffe es sehr.

++ ARCHIVBILD ++ VERBUND-VIZE STRUGL FOLGT ANZENGRUBER ANFANG 2021 ALS NEUER CEO
Klimainitiative

Lösungen für die verdrängte Klimakrise

Die Pandemie habe dem Kampf gegen den Klimawandel nur medial geschadet, sagt Verbund-Vorstand Michael Strugl. Er setzt seine Hoffnungen auf den „grünen“ Wiederaufbau nach Corona und auf den Königsweg Innovation.

Wien. Am Anfang sah es so aus, als wäre die Coronapandemie wenigstens für das Klima ein wahrer Segen. Der erzwungene Stillstand auf den Straßen und in den Fabriken ließ die globalen Treibhausgasemissionen um bis zu 17 Prozent schrumpfen. Doch davon ist heute kaum noch etwas zu spüren. Die weltweiten CO2-Emissionen sind zurück auf „Normalniveau“ – und der Kampf gegen den Klimawandel wird zumindest in den Medien weiter von der Coronapandemie in den Hintergrund gedrängt. Der für heuer geplante globale Klimagipfel wurde ersatzlos gestrichen. Hat die Menschheit bei ihrem Versuch, die Erderwärmung rechtzeitig einzudämmen, also entscheidende Monate verloren?

„Haben genug Zeit verloren“

„Natürlich hat die aktuelle Krise den Klimawandel von der medialen Agenda verdrängt“, sagt der designierte Verbund-Chef Michael Strugl. Bei den politischen Akteuren könne er das aber nicht erkennen. Sowohl die Europäische Union als auch Österreich hätten bereits angekündigt, ihre Wiederaufbau-Programme nach der Corona-Rezession auch in den Dienst des Klimaschutzes stellen zu wollen.

„Ich bin optimistisch, dass uns die Strategie, Investitionen in saubere Technologien zu fördern, dabei helfen kann, schneller aus der Krise zu kommen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.“ Die erhöhte Investitionsprämie für nachhaltige Anschaffungen in Österreich gehe bereits „in die richtige Richtung“. Den nächsten wirklich großen Schub auf nationaler Ebene werde das angekündigte Erneuerbarenausbaugesetz bringen, erwartet der Vorstand des Wasserkraftkonzerns. Allzu viel Zeit sollte sich die türkis-grüne Bundesregierung damit aber nicht mehr lassen. „Wir haben bereits genug Zeit verloren.“ Seien die neuen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Erneuerbaren nicht spätestens mit Anfang des kommenden Jahres in Kraft, könne das Ziel, Österreich bis 2030 zum Ökostrom-Selbstversorger zu machen, wohl kaum realisiert werden.

Auch der Verbund selbst rüstet sich für die anstehende Ausbau-Offensive von Wind- und Solarkraftwerken in Österreich. Heute spielen diese sogenannten neuen Erneuerbaren im Konzern keine entscheidende Rolle. In zehn Jahren sollen Sonne und Wind ein Viertel des gesamten Verbundstroms liefern.

Saubere Elektrizität ist die Grundlage dafür, dass auch andere Sektoren wie die Industrie oder der Verkehr ihre Emissionen deutlich verringern können. Auch der bloße Verzicht der Menschen – etwa auf Flugreisen und Fleischkonsum – werde „nicht ausreichen“, um die angestrebten Klimaziele zu erreichen, sagt Michael Strugl. „Wir brauchen vor allem auch innovative Technologien, um die Klimakrise abzuwenden“.

Grüner Wasserstoff

Sein Unternehmen sieht er dabei im Innovationsbereich als Vorreiter. Gerade grüner Wasserstoff aus erneuerbaren Energien biete enormes Potenzial als Ersatz für Wasserstoff aus Erdgas, zur Reduktion von CO2-Emissionen in Industrie und Mobilität sowie als Speichermedium für Wind- und Sonnenstrom. Aktuell arbeitet der Verbund etwa gemeinsam mit dem Linzer Stahlerzeuger Voestalpine an einer emissionsfreien Stahlproduktion auf Basis von grünem Wasserstoff.

In der Industrie werde grüner Wasserstoff als Erstes auch ökonomisch tragfähig sein, erwartet der Verbund-Manager. Aber auch im Verkehrsbereich gebe es gute Anwendungsmöglichkeiten. In Tirol wird etwa die Zillertalbahn ab 2022 bereits im Echtbetrieb mit Wasserstoff fahren. Die notwendigen Voraussetzungen für einen raschen wirtschaftlichen Erfolg der umweltfreundlichen Technologie müsse auch der Gesetzgeber schaffen, so Strugl: Wolle man gegen günstigeren Wasserstoff aus Erdgas bestehen, müsse grüner Wasserstoff bald „gewisse Privilegien“ erhalten.

Arriving To Work By Bike
Start-ups

Wie Digitalisierung hilft, die Krise zu bewältigen

Das Silicon Valley ist noch immer die Nummer eins, wenn es um Start-ups geht, doch Wien gehört zu den aufstrebenden Ökosystemen. Und der Standort überzeugt durch die Langlebigkeit der jungen Unternehmensgründungen.

Mit einem Schlag waren schnelle und verlässliche Lösungen gefragt. Als der Lockdown im März Wirklichkeit wurde, erlebten die technologiegetriebenen Start-ups mit ihrem Angebot eines: enorme Nachfrage, weil sie mit ihrem Digialisierungsangebot mithalfen, die Krise besser zu bewältigen.

Die Coronakrise hat den bereits vorhandenen Trend noch weiter verstärkt, alles zu digitalisieren, was digitalisierbar ist. Was es in der Praxis in vielen Fällen ermöglicht, die eigenen vier Wände nicht verlassen zu müssen. Das reicht von den täglichen Erledigungen des Alltags bis zur medizinischen Versorgung.

Angebot wird angenommen

Wie sehr Digitalangebote beispielsweise für Bankgeschäfte in Anspruch genommen werden, erhob kürzlich die Unternehmensberatung Capgemini. Seit dem Lockdown benützen mehr als 57 Prozent der Verbraucher Internetbanking gegenüber 49 Prozent vor dem Ausbruch. 55 Prozent von ihnen ziehen mobile Banking-Apps vor, gegenüber 47 Prozent vor der Krise. Was ein breites Betätigungsfeld für digitale Banken-Start-ups bedeutet. Eines der erfolgreichen Beispiele dafür ist N26, eine Onlinebank, die vom Wiener Valentin Stalf gegründet wurde.
Nicht nur die technologiegetriebenen Start-ups haben die Krise gut überstanden, sondern alle, die zu Beginn der Pandemie über eine solide Finanzierung verfügt haben. Es wurde im März, April und Mai sogar mehr Geld in Start-ups investiert als im gleichen Zeitraum 2019. Zwar wurden weniger Finanzierungsrunden umgesetzt, die waren allerdings größer. Profitiert haben davon bereits etablierte Start-ups. Neulinge taten sich schwerer, weil Investoren ihr Geld tendenziell für das eigene Portfolio horteten.

Ist das nun ein Grund, erst gar nicht in Österreich zu starten? Das kalifornische Silicon Valley ist zwar weiter die Nummer eins, wenn es um Start-ups geht. Der Start-up-Ökosystembericht rangiert jedes Jahr die 100 besten Start-up-Orte weltweit. Österreich ist nicht darunter. Die Top-Plätze teilen die USA und China unter sich auf. Doch Europa holt auf. Und so schaffte es Wien erfreulicherweise ins Mittelfeld der 100 aufstrebenden Ökosysteme. Österreich gibt 3,2 Prozent seines BIPs für Forschung aus. Laut der OECD investieren nur fünf Länder mehr – allen voran Israel.

Dennoch schlägt sich das kaum in der Wirtschaft nieder. Im Index für „Digital Entrepreneurship Systems“ der Europäischen Kommission rangiert Österreich nur auf Platz elf. Länder wie Dänemark, Schweden, die Niederlande, Finnland, Großbritannien, Deutschland, Luxemburg und Irland bieten bessere digitale und systematische Rahmenbedingungen für das Unternehmertum. Ein Grund liegt im schlechten Zugang zu Finanzierung. Denn so sehr sich öffentliche Hand und Förderagenturen bemühen (vor allem die Frühphasen-Förderung von öffentlicher Seite laufe sehr gut, attestieren Experten), eine wichtige Gruppe ist ausgeschlossen: institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen. Sie dürfen nicht in Risikokapital investieren. Wodurch dem Markt Milliarden fehlten.

Dennoch überraschen die heimischen Start-ups mit einer hohen Überlebensrate. Rund 80 Prozent der Jungunternehmen, die zwischen 2008 und 2010 gegründet wurden, sind heute noch aktiv. Nur zwölf Prozent gingen in Konkurs oder Insolvenz. Sechs Prozent wurden verkauft oder fusioniert. Das dürfte auch daran liegen, dass potenzielle Entrepreneure mittlerweile schon sehr früh lernen, ihre Idee auf die Umsetzbarkeit abzuklopfen. Leuchtturmprojekte sind Gründungswochen und Ideenwettbewerbe. Und: Einige Schulen bieten Entrepreneurship als Schulfach an. Für Jugendliche gibt es Covid-19 zum Trotz so viel Angebote wie noch nie, sagt Lindner.

�Neues Erm�glichen�: WK� und BMK Innovationslabor AIRlabs Austria starten Partnerschaft f�r innovatives Drohnen-Testen
Unternehmen mit Verantwortung

„Wer jetzt smart ist, wird punkten“

Wirtschaftskammerpräsident Mahrer sieht auf manchen Exportmärkten einen „Silberstreif am Horizont“. Es sei gelungen, die Inlandsnachfrage zu stabilisieren. Stark betroffene Branchen wie der Städtetourismus brauchen mehr Hilfe.

Wien. Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer ist froh, dass es nun auch eine Außenhandelsstelle in Vietnam gibt. Zwar ist coronabedingt derzeit kaum an eine Geschäftsreise nach Asien zu denken, aber die Geschäftsanbahnung läuft nun eben auf digitalem Weg, über Livestream und dergleichen. „Denn das Interesse an neuem Geschäft ist da“, sagt Mahrer. Vor allem in Asien werden viele Länder auch im Corona-Jahr ein Wirtschaftswachstum schaffen. In Vietnam ist gar von einem Plus von drei Prozent die Rede. „Wer jetzt smart ist, wer sich jetzt bemüht, wird punkten“, ist Mahrer überzeugt. Er berichtet von heimischen Unternehmen, die tatsächlich ihre Mitarbeiter in diese Hoffnungsmärkte entsenden, „knallhart“ die 14 Tage Quarantäne in Kauf nehmen, aber dafür am Ball bleiben. „Weil es notwendig fürs Geschäft ist“, weiß Mahrer. Derartige Entwicklungen und Meldungen seien ein „Silberstreif am Horizont“. Wer den „Extrakilometer“ gehe, werde erfolgreich sein. Gerade in derart schwierigen Zeiten, ist der Wirtschaftskammerpräsident überzeugt.

Eines sei klar: „Der Welthandel wird nicht aufhören, er wird sich verlagern und intensivieren.“ Deshalb habe sich die Wirtschaftskammer auch entschlossen, mehr Augenmerk auf Afrika zu legen. Die Länder dort „überspringen ganze Technologieniveaus“, sagt der Sozialpartner und ortet vor allem in nachhaltigen Energiekonzepten, Umwelttechnik und Abfallvermeidung großes Potenzial für österreichische Unternehmen. „Da gibt es viele Chancen, weil wir gut positioniert sind.“ Mahrer denkt aber auch an den Gesundheitsbereich. Corona habe gezeigt, dass hier viele Länder bei Weitem nicht so gut aufgestellt sind wie Österreich. Und auch auf dem Gebiet Spitalbau und Pharmazie gebe es viel Know-how made in Austria.

Gerade die Exportwirtschaft zeige, wie unterschiedlich die Verhältnisse seien. Während die Wirtschaft in Asien Fahrt aufnimmt, die Geschäfte mit dem wichtigsten Handelspartner Deutschland „verhältnismäßig gut“ laufen, sieht es etwa in den USA äußerst düster aus. Die massive Einschränkung der Reisetätigkeit bekommt nicht nur der Tourismus zu spüren, sondern etwa auch Anlagenbauer. Beim Neukundengeschäft sei persönlicher Kontakt extrem wichtig, betont Mahrer.
Während viele Unternehmen auf den internationalen Exportmärkten de facto „Passagier“ sind, sei es in Österreich gelungen, die Kaufkraft zu stabilisieren. Kurzarbeit und Steuersenkungen haben dazu beigetragen, dass die meisten Menschen ein nahezu ähnliches Nettoeinkommen haben.

Deshalb sei es auch gelungen, das Ausbleiben ausländischer Touristen mit heimischen Gästen abzufedern. Auch im Handel gebe es Branchen, etwa den Sportartikelhandel, denen es verhältnismäßig gut geht, hingegen könne der Modehandel die Einbußen durch den Lockdown nicht kompensieren. Da würden allerdings „zielorientierte Maßnahmen wie der Fixkostenzuschuss und Verlustvorträge“ dazu beitragen, dass „man in vielen Branchen mit einem blauen Auge davonkommt“.

Investitionsprämie ist wichtig

Als wichtiges Instrument, die heimische Wirtschaft anzukurbeln, sieht Mahrer die Investitionsprämie. Wer heuer neu investiert, bekommt vom Staat sieben Prozent der Kosten ersetzt, bei Investitionen in Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien sind sogar 14 Prozent Förderung möglich. Schon nach wenigen Tagen sei klar, dass diese Initiative bei den Unternehmen „extrem gut angekommen“ ist, sagt Mahrer. Dennoch werde es bei den Investitionen heuer eine Delle geben, aber durch die staatliche Förderung werde ein wichtiger „Brückeneffekt“ erzielt. Nach wie vor wichtig sei es, dass die Kurzarbeit über den Winter verlängert worden ist, sodass bei vielen Industrieunternehmen erst jetzt die Auftragslage zurückgeht.