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Reproduktionszahl in Österreich weiter gesunken

Die Haupturlaubszeit ist wohl vorbei.
Die Haupturlaubszeit ist wohl vorbei.(c) APA/HERBERT P. OCZERET (HERBERT P. OCZERET)
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Ein Grund für die Abnahme auf 1,02 ist offenbar die Abnahme der Infektionen, die mit Urlaubsreisen zusammen hängen.

 
 

Die effektive Reproduktionszahl des Coronavirus - wie viele Menschen steckt im Durchschnitt ein Betroffener an - ist in Österreich auf 1,02 gesunken. Am vergangenen Freitag hatte sie noch 1,14 betragen. Dies teilte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) am Freitagabend mit. Ein Grund sei die Abnahme der Infektionen, die mit Urlaubsreisen in Zusammenhang gebracht werden.

Das Ages-Modell liefert eine geschätzte tägliche Steigerungsrate für den 2. September von 1,7 Prozent betreffend die österreichische Population, basierend auf den Zeitraum 21. August bis 2. September. Zwischen 7. und dem 19. August war die Rate noch bei noch bei 9,9 Prozent gelegen.

Die Reproduktionszahl gibt einen Hinweis über die Entwicklung der Verbreitung eines Krankheitserregers. Ein Wert von 1,0 würde einem Gleichbleiben der Situation - egal auf welchem Niveau - entsprechen. Werte unter 1,0 weisen auf eine rückläufige Tendenz hin.

In manchen Bundesländern ist die Anzahl der inzidenten Fälle (Zahl der Neuerkrankungen) sehr gering, weswegen Schwankungen der effektiven Reproduktionszahl mit großer Vorsicht zu interpretieren sind, betonte man vonseiten der Wissenschaft. Für das Burgenland (1,19), Kärnten (0,70) und Vorarlberg (1,05) ist die effektive Reproduktionszahl zwar berechenbar, allerdings sei jeder dieser Schätzwerte durch die geringe Fallzahl mit großer Unsicherheit behaftet.

Die rückläufige beziehungsweise stabile Entwicklung der effektiven Reproduktionszahl von Niederösterreich (1,21), Oberösterreich (0,83), Salzburg (0,94), der Steiermark (1,15) und Wien (1,02) ist auf eine Entspannung des Auftretens von Reise-assoziierten Infektionen zurückzuführen. Die Anzahl der täglich neudiagnostizierten Fälle befindet sich laut Ages aber weiterhin auf einem erhöhten Niveau.

 
 

(APA)