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Corona

Neue Cluster rund um Ferienlager im Pongau und Flüchtlingsquartier

Zwei Betreuer sowie neun Kinder und Jugendliche wurden positiv getestet. Außerdem gibt es sechs Fälle in einem Eisenstädter Flüchtlingsquartier.

In Salzburg hat sich ein neuer Covid-Cluster gebildet. Wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte, ist ein Ferienlager der katholischen Jungschar in der Vorwoche in Großarl im Salzburger Pongau betroffen. Aktuell sind dem Cluster elf Infektionen zuzuordnen, zwei Betreuer des Lagers und neun Kinder und Jugendliche um die 14 Jahre sind positiv getestet, heißt es von der Erzdiözese Salzburg.

Die Erhebungen zum Contact-Tracing und das Containment durch die städtische Gesundheitsbehörde liefen am Samstag noch bis knapp vor Mitternacht auf Hochtouren. In der Stadt Salzburg leben zwei infizierte Erwachsene und fünf Kinder und Jugendliche. 16 weitere Personen im Umfeld sind schon per Bescheid abgesondert, um das Infektionsgeschehen möglichst rasch einzudämmen, hieß es von der Stadt. Vier weitere infizierte Kinder und Jugendliche, die auf dem Lager in Großarl waren, leben im Salzburger Tennengau, sagte ein Sprecher der Erzdiözese. Auch die anderen Bezirksverwaltungsbehörden erheben Kontaktpersonen. Die Indexperson des Clusters kommt laut Stadt Salzburg aus dem benachbarten Bayern.

Mundschutz getragen und Hände gewasche

"Im Jungscharlager hat es strenge Schutzauflagen gegeben", betonte der Sprecher der Erzdiözese, Kurt Sonneck. "Es wurde regelmäßig gelüftet, desinfiziert, Mundschutz getragen und Hände gewaschen." Nachdem diese Woche die erste Infektion in dem Lager aufgetreten war, sei die Ferienwoche sofort beendet worden. Alle Kinder und Jugendlichen sowie die Begleitpersonen haben sich umgehend einem Covid-Test unterzogen. Die Teilnehmer des Ferienlagers seien in einer Selbstversorgerunterkunft untergebracht gewesen und hatten mit niemanden anderen Kontakt, sagte Sonneck. Insgesamt waren 22 Kinder und Jugendliche sowie neun Betreuungspersonen auf dem Lager.

Die Cluster-Bildung und deren Verfolgung ist eine der vier Kriterien der Corona Ampel. "Wir rechnen mit einer deutlichen Zunahme der positiven Testergebnissen in den nächsten Tagen, insbesondere im familiären Umfeld", sagte Michael Haybäck von der Bezirksverwaltung Salzburg. In der Stadt Salzburg sind mit Stand Sonntag, 8.00 Uhr, insgesamt 49 Personen positiv getestet, 152 Personen sind als Kategorie-1-Kontakte per Bescheid abgesondert, 48 Personen als Kategorie-2-Kontakte behördlich verkehrsbeschränkt.

Sechs Fälle in Eisenstädter Flüchtlingsquartier

Im Grundversorgungsquartier "Haus Franziskus" in Eisenstadt sind sechs Asylwerber positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Erkrankten wurden isoliert und alle Bewohner unter Quarantäne gestellt, teilte der Koordinationsstab Coronavirus des Landes Burgenland am Sonntag mit. Eine Überwachung der Quarantäne durch die Polizei wurde angeordnet.

Ein minderjähriger Asylwerber, der mit seiner Familie aufgrund einer geplanten Verlegung in ein Quartier nach Wien getestet wurde, habe ein positives Ergebnis erhalten. Er weise keine Symptome auf. Die anderen Familienmitglieder seien nicht erkrankt, wurden aber ebenso wie der Infizierte isoliert untergebracht, so der Koordinationsstab.

Infolge des positiven Covid-19-Tests wurden alle Bewohner und Mitarbeiter einer Screening-Testung unterzogen. Dabei wurden fünf weitere Asylwerber positiv getestet. Die Ergebnisse der Mitarbeiter fielen alle negativ aus. Eine zweite Screening-Testung soll am Montag erfolgen.

Zahl der Infizierten in Linz gesunken

In Linz ist die Zahl der Covid-19-Infizierten unterdessen erneut zurückgegangen. Wie Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) in einer Aussendung bekannt gibt, sind derzeit 52 Personen infiziert. Das sind um vier weniger als am Samstag. Für Luger ist die gelbe Ampel-Einstufung der Landeshauptstadt immer noch nicht nachvollziehbar: "Linz ist kein Corona-Hotspot".

Die gelbe Einstufung verursache lediglich eine unnötige Verunsicherung der Linzer Bevölkerung, betonte der Bürgermeister. "Die Lage in Linz ist stabil, die Zahl der Erkrankten geht kontinuierlich zurück."

(APA)