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Oper

Eine Elektra, die immer noch (zu)packen kann

Ungleiche Schwestern: Camilla Nylund als Chrysothemis und Ricarda Merbeth als Elektra.WIENER STAATSOPER/MICHAEL PÖHN
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Im Triumph kehrt Franz Welser-Möst mit einer neu besetzten „Elektra“ an die Wiener Staatsoper zurück. Harry Kupfers legendäre Inszenierung der Strauss-Oper bietet jetzt und in Zukunft wieder zeitlos starkes Musiktheater.

Keines der Corona-Gebote an der Wiener Staatsoper wird vom Publikum derzeit so lustvoll ignoriert wie das Ersuchen der Direktion, auf Bravo- und Buhrufe zu verzichten. Wen wundert's? Für die Musikliebhaber im Auditorium bedeutet Oper nicht zuletzt, den eigenen Emotionen freien Lauf zu lassen. Gerade bei einem so monumentalen, auf- und durchrüttelnden Stück wie Richard Strauss' „Elektra“. Also brandete schon als Willkommensgruß Jubel für Franz Welser-Möst auf, der nach über sechs Jahren erstmals wieder im Haus am Ring ans Pult trat.