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Klimawandel

Studie: Fast alle unterstützen Klimaschutz

Die österreichische Bevölkerung erachtet den Klimawandel als ein wichtiges Thema.
Die österreichische Bevölkerung erachtet den Klimawandel als ein wichtiges Thema.APA/dpa/Thomas Warnack
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Verantwortung hätten die Politik und jeder Einzelne.

Wien. Die österreichische Bevölkerung erachtet den Klimawandel als ein wichtiges Thema und ist mit überwiegender Mehrheit der Ansicht, dass Maßnahmen dagegen notwendig sind. Größere Anstrengungen dagegen sollten die Wirtschaft, jeder Einzelne und die Regierung setzen, meinen die Befragten einer am Donnerstag präsentierten Studie des Marktforschungsinstituts Integral.

„Es ist wichtig zu wissen, wo die Leute hinsichtlich der Klimakrise stehen“, erklärte Anita Malli, Geschäftsführerin der Initiative „Mutter Erde“ (aus ORF und heimischen Umweltschutzorganisationen) ihre Motivation, die Studie durchführen zu lassen. So wisse man nun, dass ein überwiegendes Interesse (79 Prozent) am Klimawandel vorhanden sei und rund neun von zehn Personen gegensteuernde Maßnahmen als sinnvoll und notwendig erachten. Jedoch fühlen sich nur elf Prozent der 1000 Befragten sehr gut darüber informiert.

Die Bereitschaft, sich künftig klimafreundlicher zu verhalten, ist vorhanden. Ein Viertel der Bevölkerung gibt an, dies sicher zu tun. Weitere 55 Prozent haben es eher vor. Bereits jetzt geben je rund drei Viertel der Befragten an, Gebrauchsgegenstände lang zu verwenden bzw. reparieren zu lassen und regional produzierte sowie saisonale Lebensmittel zu kaufen. Zwei Drittel machen weniger Flugreisen, relativ wenige Befragte (34 Prozent) achten darauf, weniger Auto zu fahren.

Dass die Politik jedoch die richtigen Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel setzen wird, glaubt lediglich ein Drittel der Befragten. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2020)