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Russland-Deutschland

Fall Nawalny: Russland will Ermittler nach Deutschland schicken

Wachen vor Berliner CharitéAPA/dpa/Bernd von Jutrczenka
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Russische Behörden wollen bei möglicher Befragung des Kremlkritikers anwesend sein.

Russland will einem Medienbericht zufolge eigene Ermittler im Fall des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny nach Deutschland schicken. Das Innenministerium in Moskau bereite ein entsprechendes Gesuch an die deutschen Behörden vor, meldete die Staatsagentur Tass am Freitag.

Demnach will Russland beantragen, dass russische Ermittler anwesend sein dürfen, wenn deutsche Experten bei Nawalny Ermittlungen durchführten. Der Fall belastet das deutsch-russische Verhältnis zunehmend.

Zweifel an Diagnose

Ein Speziallabor der Bundeswehr hatte nach Angaben der Bundesregierung "zweifelsfrei" festgestellt, dass Nawalny mit einem chemischen Kampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde. Russische Ärzte hatten dagegen erklärt, sie hätten keine Hinweise auf eine Vergiftung gefunden.

Der prominente Kritiker von Russlands Präsident Wladimir Putin war am 20. August auf einem Inlandsflug kollabiert. Nach einer Notlandung wurde er zunächst in einer Klinik im sibirischen Omsk behandelt, bevor er am 22. August nach Deutschland ausgeflogen und in die Berliner Charité verlegt wurde. Nawalny ist mittlerweile aus dem Koma erwacht.

Mit Nowitschok, das in der Sowjetunion entwickelt wurde, war bereits der russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal 2018 in Großbritannien vergiftet worden.

 

(APA)