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Eingriff in Wahlkampf

China und Iran weisen Hacker-Vorwürfe von Microsoft zurück

Zhao Lijian, Sprecher des chinesischen Außenministeriums.
Zhao Lijian, Sprecher des chinesischen Außenministeriums.REUTERS
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Microsoft und die USA sollten keine Geschichten erfinden, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian.

China und der Iran haben Vorwürfe des amerikanischen Software-Riesen Microsoft zurückgewiesen, wonach Hacker aus ihren Ländern im US-Präsidentschaftswahlkampf Einfluss zu nehmen versuchen. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, sagte am Freitag, Microsoft und die USA sollten keine Geschichten erfinden.

"In Bezug auf die US-Wahlen habe ich wiederholt gesagt, dass die US-Wahlen eine interne Angelegenheit sind und wir kein Interesse und keine Absicht haben, uns einzumischen." Ähnlich äußerte sich der Iran. Der Sprecher des Außenministeriums, Said Khatibsadeh, sagte am Freitag nach Angaben der Nachrichtenagentur Insa: "Für Teheran spielt es keine Rolle, wer demnächst im Weißen Haus sitzen wird." Wichtig sei nur, dass der nächste US-Präsident sich an internationale Vorschriften halte und sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmische.

Eingriff in US-Wahlkampf?

Zuvor hatte Microsoft Erkenntnisse veröffentlicht, wonach Hacker aus Russland, aber auch aus China und dem Iran, im Wahlkampf aktiv sind. Eine chinesische Hackergruppe habe erfolglos versucht, E-Mail-Accounts im Umfeld des Teams des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden anzugreifen. Eine Gruppe mit dem Namen "Zirconium" habe mindestens eine "prominente Person" mit früherer Verbindung zum Weißem Haus ins Visier genommen. Zwischen März und September habe es "Tausende" Attacken gegeben - von denen fast 150 erfolgreich gewesen seien.

Die US-Geheimdienste hatten bereits Anfang August mitgeteilt, dass sich Russland, China und Iran in den laufenden Wahlkampf einmischen. Dabei versuche Russland, Biden zu schwächen, während China und Iran eine Wiederwahl von Präsident Donald Trump verhindern wollten.

(APA/dpa)