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Prinzhorn kam (fast) ohne Kurzarbeit aus

Die neue Papiermaschine der Verpackungsgruppe verzögert sich allerdings.

Wien. Die Prinzhorn-Gruppe: Sie zählt 9800 Mitarbeiter und macht einen Jahresumsatz von rund zwei Mrd. Euro. Der Konzern hat seine Wurzeln in der Papierfabrik W. Hamburger, die 1853 gegründet wurde. 1972 übernahm dort Thomas Prinzhorn den Chefsessel – mittlerweile gehört die Gruppe der Thomas Prinzhorn Privatstiftung. Längst hat Sohn Cord das Ruder übernommen, und das Unternehmen ist, wie es nun vermeldet, bisher erstaunlich gut durch die Coronakrise gekommen. Der Umsatz sei zwar um 20 Prozent gesunken, sagt Prinzhorn, aber beim Ergebnis liege man durchaus „näher am Budget“.

Die Gruppe besteht aus drei Divisionen – Hamburger Recycling, Hamburger Containerboard und Dunapack Packaging – und ist in 16 Ländern aktiv. Prinzhorn betont, dass man in 15 dieser Länder gänzlich ohne Kurzarbeit ausgekommen ist. Lediglich am Standort Deutschland sei diese Maßnahme erforderlich gewesen. Aber in Summe habe die Gruppe dank des breiten Kundenportfolios (die über 25.000 Verpackungskunden sind zu 75 Prozent lokale Kunden) die Turbulenzen gut abfedern können. Die neue Papiermaschine bei Dresden habe sich freilich verzögert. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.09.2020)