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Straches Politik-Comeback als Segen für Wien?

Der Ibiza U-Ausschuss läuft auf Hochtouren. Ein Jahr ist vergangen. Die Causa Ibiza mittlerweile in den Hintergrund gerückt.

Damals schwor er sich, der Politik den Rücken zuzuzukehren: Heinz Christian Strache, der Hauptakteur des Ibiza-Videos. Doch die Zeiten haben sich geändert. Mittlerweile arbeitet Strache an seinem politischen Comeback in der Landeshauptstadt. Pläne zur Übernahme unabhängiger Medien, Intentionen zur Korruption und der Umgehung der Parteifinanzierungsgesetze scheinen längst in Vergessenheit geraten zu sein. Für Heinz Christian Strache der passende Zeitpunkt für ein Politik-Comeback bei der Wien-Wahl 2020. Damit sollen von Strache erwähnte Fehlentwicklungen in Wien, besonders im Bereich der Sicherheit und Integration endlich tiefgreifend aus dem Weg geräumt werden. Könnte der Ex-FPÖ-Chef es nun vollbringen, die Missstände in Wien zu beseitigen? Endlich Heil über die Landeshauptstadt zu bringen? Die Bevölkerung zufriedenzustellen? Definitiv nicht. Strache kann allerdings einige andere Dinge bieten: Eine Vernachlässigung des Rechtsstaates. Demokratie wird bei ihm in den Hintergrund gerückt. Objektive Medien zu politischen Propagandazwecken instrumentalisiert. Dass Strache nach all diesen Vorkommnissen jetzt die behördliche Genehmigung zur Kandidatur bekommen hat, ist höchst fragwürdig. Aber immerhin liegt es jetzt ganz und allein in der Hand der Bevölkerung Wiens zu entscheiden: Für die Demokratie stimmen oder für Strache stimmen.