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Reggae

"Toots" Hibbert, Erfinder des Reggae, ist tot

"Toots" Hibbert 2018 bei einem Auftritt in New Orleans.
"Toots" Hibbert 2018 bei einem Auftritt in New Orleans.(c) Imago
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Mit seiner Band „Toots and the Maytals“ machte Frederick Hibbert Reggae populär. Die Band ebnete auch den Weg für andere Bands wie "The Who" und "The Eagles".

Der Reggae-Künstler Frederick "Toots" Hibbert ist tot. Hibbert sei am Freitagabend gestorben, sagte dessen Manager Eric Baker der Deutschen Presse-Agentur am Samstag und bestätigte damit entsprechende jamaikanische Medienberichte. Demnach starb Hibbert im University Hospital of the West Indies in Jamaikas Hauptstadt Kingston im Alter von 77 Jahren.

Der Sänger und Songwriter, der mit seiner Band "Toots and the Maytals" Reggae populär machte, war Medienberichten zufolge Montag vergangener Woche ins Krankenhaus gebracht und ins Koma versetzt worden. Es hieß, er habe auf das Ergebnis eines Corona-Tests gewartet.

Kurz zuvor hatte Hibbert noch sein jüngstes Album "Got To Be Tough" mit den "Maytals" herausgegeben. Er war zudem einer der zehn Finalisten der Jamaica Festival Song Competition - eines Wettbewerbs, den er dreimal gewonnen hatte.

„Jamaika hat eine Ikone verloren“

"Jamaika hat eine große kulturelle Ikone verloren. Die Seele eines Zeitalters ist gestorben", zitierte die Zeitung "Jamaica Observer" Hibberts Sprecher Claude Mills. Gegründet in den 1960er Jahren, gelten "Toots and the Maytals" als die ersten, die in einem Song ("Do The Reggay") 1968 das Wort "Reggae" benutzten und damit ein Genre benannten.

Seit den frühen 1970er Jahren, als das Album "Funky Kingston" - für Kritiker ein Meilenstein und eines der besten Reggae-Alben aller Zeiten - Hibbert zu einem globalen Superstar machte, ging er mit den "Maytals" auf Tour.

Grammy Award 2005

2005 gewannen er und seine Band mit "True Love" den Grammy Award für das beste Reggae-Album, 2012 wurde Hibbert für seinen Beitrag zur jamaikanischen Musik mit einem Orden ausgezeichnet. "Toots and the Maytals" ebneten auch den Weg für andere Bands wie "The Who" und "The Eagles".

(APA/dpa)