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Kolumne

Was ist jetzt seliger?

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Sprechblase Nr. 358. Warum Arbeitnehmer und -geber unglücklich sind.

Arbeit ist eine sehr komplizierte Angelegenheit, weil sie so vieldeutig ist. „Ich habe Arbeit für dich“ meint einen Arbeitsauftrag. „Hier ist meine Arbeit“ meint die eigene Leistung. „Das ist meine Arbeit“ meint den Inhalt beruflicher Tätigkeit, wie Sprechblase-Leser Herbert F. anmerkt.

Abgesehen davon sind – Achtung, Sprechblase – „Arbeitgeber und Arbeitnehmer“ unglücklich. Denn wer gibt und wer nimmt da wirklich? Der Arbeitgeber vergibt Arbeitsaufträge und der Arbeitnehmer gibt seine Arbeit ab? Oder ist es unter Umständen nicht eher so: Der Arbeitnehmer nimmt den Arbeitsauftrag entgegen und der Arbeitgeber nimmt die Arbeit ab? Sehr kompliziert.

Vielleicht haben sich Arbeitgeber und -nehmer (so wie Teile des Arbeitsrechts) überholt. Und moderne Managementdenker sind ohnehin überzeugt, es brauche mehr Unternehmer im Unternehmen.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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