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Coronavirus

Zwei erkrankte österreichische KFOR-Soldaten evakuiert

(c) APA/BUNDESHEER/HORST GORUP (HORST GORUP)
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„Unsere Soldatinnen und Soldaten können sich darauf verlassen, dass wir sie immer, wenn es notwendig ist, zurück in die Heimat hole“, so  Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Am Samstagabend sind zwei österreichische, an Covid-19 erkrankte Soldaten der Mission KFOR (Kosovo Force) aus dem Kosovo erfolgreich nach Österreich evakuiert worden. Die zu einem "fliegenden Hospital" umgebaute C-130 "Hercules", brachte die zwei Soldaten, einer davon schwer erkrankt, aus der Hauptstadt Pristina sicher zurück in die Heimat, wie das Verteidigungsministerium per Aussendung mitteilte.

Zur medizinischen Betreuung waren ein Arzt sowie Desinfektionsspezialisten der ABC-Abwehr an Bord des Transportflugzeugs der Luftstreitkräfte. Die Landung in Hörsching erfolgte um 19:55 Uhr. Anschließend wurden die erkrankten Soldaten von Fahrzeugen des Roten Kreuzes in Linzer Krankenhäuser zur weiteren medizinischen Behandlung überstellt.

"Die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres leisten bei weltweiten Auslandseinsätzen einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit Europas. Unsere Soldatinnen und Soldaten können sich darauf verlassen, dass wir sie immer, wenn es notwendig ist, zurück in die Heimat holen. Ich möchte mich bei allen an der Evakuierung beteiligten Soldatinnen und Soldaten für diese hervorragende Leistung bedanken", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in der Aussendung.

Der Evakuierungsflug wurde vom Kommando Luftunterstützung mit Sitz in Hörsching, Oberösterreich, laut Ministerium vorbereitet und durchgeführt. Dieser Einsatzverband der Streitkräfte sei die ständige "Nabelschnur" für die österreichischen Auslandskontingente zur Heimat. Der Flug verlief problemlos.

Österreich zählt mit rund 300 Soldaten zu den größten Truppenstellern des NATO-geführten Einsatzes. Der Einsatz im Kosovo ist der größte Auslandseinsatz des österreichischen Bundesheeres. Insgesamt hat die KFOR rund 3500 Soldaten.

(APA)