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Strache hört Stimmen

Verwirrende Wahlvideos vom Team Heinz-Christian Strache sind aufgetaucht.

Im ersten geht HC, begleitet von seinen Sympathisanten, die Prater Hauptallee entlang, und man weiß nicht genau, welche Botschaft diese Bilder erzeugen sollen – der Slogan heißt zwar „Gemeinsam aufstehen“, aber hier steht niemand auf, hier wird nur schweigend gegangen. Der Marsch erinnert eher an die US-Serie „The Walking Dead“ als an eine Partei.

In einem zweiten Video sitzt HC in einem Schanigarten am Praterstern und lamentiert über die Zustände in Wien. Am Ende schreckt ihn der Ruf eines Muezzins auf und er empört sich: „Jetzt reicht's“. Das wirft die Frage auf, die Strache nicht mehr hören kann: Wie lange hat der Mann nicht in Wien, sondern in Klosterneuburg gelebt?

In der Bundeshauptstadt steht eine von österreichweit fünf Moscheen mit Minarett (in Bad Vöslau, Graz, Saalfelden und Telfs stehen die anderen) und zwar schon seit 1979. Seit 41 Jahren gibt's also keinen Minarett-Zuwachs. Und in der Moschee am Floridsdorfer Bruckhaufen ruft so gut wie nie, und nur bei Ausnahmeanlässen, der Muezzin zum Gebet. Und wenn er das tut, hört man ihn sicher nicht mehr am Praterstern. Es ist also ein bisschen so, als würde Strache sich aktuell über zu laute Clubs in Wien beschweren. Wobei: Mit denen kannte er sich einmal ja wirklich aus.

Reaktionen an: anna.wallner@diepresse.com