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Covid-Pandemie

Der Plan gegen die zweite Welle

Am Sonntagnachmittag kamen Bundesregierung und Sozialpartner zu einer Sitzung im Kanzleramt zusammen. Am Ende stand etwa der dringende Appell, wo das möglich sei, wieder von zu Hause aus zu arbeiten.
Am Sonntagnachmittag kamen Bundesregierung und Sozialpartner zu einer Sitzung im Kanzleramt zusammen. Am Ende stand etwa der dringende Appell, wo das möglich sei, wieder von zu Hause aus zu arbeiten.HANS PUNZ / APA / picturedesk.co
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Die Regierung spricht jetzt offiziell vom Beginn der zweiten Welle. Masken, Home-Office, Limits bei Veranstaltungen sollen die Kurve abflachen – und Après-Ski wird es diesen Winter nicht geben.

Wien. Die rasant steigenden Zahlen an Neuinfizierten lassen seit Tagen wenige andere Schlüsse zu, und am Sonntag hat es nun Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) offiziell gemacht: „Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle.“ Das sei keine rhetorische Formel, „das ist die Realität“, so Kurz, der sich auf die aktuellen Neuinfektionszahlen bezog und auch auf Einschätzungen wie jene aus der Schweiz, die Wien zum Risikogebiet erklärte.

Die Zahl der Neuinfektionen lag am Sonntag binnen 24 Stunden zwar mit 463 Fällen nur etwa halb so hoch wie am Samstag, als es 869 positive Testergebnisse binnen 24 Stunden waren. Aber das bedeutet keine Entwarnung, am Wochenende liegen die Zahlen oft niedriger, der Schnitt über mehrere Tage gerechnet ist hingegen konstant gestiegen. „Wir werden bald die Marke von 1000 Neuinfektionen pro Tag erreichen“, glaubt Kurz.

Damit erreichen die Neuinfektionen das Niveau des Höhepunkts während des Lockdowns im Frühjahr. Auch wenn immer wieder betont wird, dass dank einer veränderten Teststrategie nun viele Infizierte ohne Symptome erfasst werden und die Lage anders zu bewerten sei als in den ersten Monaten der Pandemie.