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Radsport

Tour: Nächster slowenischer Doppelsieg

Tagessieg für Tadej Pogačar, Primož Roglič in Gelb hat Egan Bernal abgehängt.

Grand Colombier. Primož Roglič hat auf der 14. Etappe der Tour de France einen großen Schritt Richtung Gesamtsieg gemacht. Beim Anstieg auf den Grand Colombier demonstrierte der Slowene im Gelben Trikot seine große Klasse und wurde hinter seinem Landsmann Tadej Pogačar Zweiter. Es war bereits das zweite slowenische Doppel bei der diesjährigen Rundfahrt: Auf der 4. Etappe hatte Roglič vor dem erst 21-jährigen Pogačar triumphiert.

In der Gesamtwertung führt Roglič 40 Sekunden vor Pogačar. Der Kolumbianer Egan Bernal musste hingegen abreißen lassen und kam mit großem Rückstand ins Ziel. Mit mehreren Minuten Rückstand fiel er aus den Top Ten, der Ineos-Traum von der Titelverteidigung ist damit ausgeträumt. Michael Gogl hatte zwischenzeitlich in einer Ausreißergruppe aufgezeigt, fiel auf dem letzten Anstieg jedoch zurück.

 

Deutschland träumt wieder

Noch nichts mit dem Gesamtsieg zu tun hat Lennard Kämna in diesem Jahr. Doch seine Zeit kommt noch, da sind sich Experten sicher. Seit 1997 müssen sich deutsche Radsportfans gedulden, damals fuhr Jan Ullrich zum ersten und bislang einzigen deutschen Tour-Sieg. Nun schickt sich eine neue Generation an. Emmanuel Buchmanns vierter Gesamtrang im Vorjahr ließ die Hoffnungen wachsen, heuer sorgt Lennard Kämna für Begeisterung, der am Freitag und Samstag den ersten Etappensieg nur knapp verpasst hat.

Aufgewachsen in der Nähe von Bremen bringt Kämna mit nur 65 kg bei 1,81 m alles mit für eine große Rundfahrer-Karriere. Im Gegensatz zu Buchmann verfügt er auch über starke Zeitfahr-Qualitäten, davon zeugt WM-Gold mit dem Junioren-Team. „Er hat einen großen Motor“, sagt auch Bora-Teamchef Ralph Denk, der künftig auf Großes hoffen darf. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2020)