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Fashion on Climate Report

Welche Auswirkungen Mode auf das Klima hat

(c) imago images/Cavan Images (Cavan Images via www.imago-image)
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Der neu veröffentlichte "Fashion on Climate"-Report zeigt, dass in der Modeindustrie in Sachen Nachhaltigkeit noch viel Handlungsbedarf besteht und Konsumenten eine große Rolle spielen.

Dass die Modeindustrie einen nicht unwesentlichen Teil zum Klimawandel beiträgt, ist mittlerweile klar. Um die Forderungen des Pariser Klimaabkommens zur Verringerung der Erderwärmung nachzukommen, müsste sie bis 2030 ihre Treibhausgase halbieren. Doch von der 50-Prozent-Marke ist man weit entfernt, wie der "Fashion on Climate"-Bericht der Global Fashion Agenda und McKinsey zeigt. Würde es so weitergehen wie bisher, würde man bis 2030 doppelt so viele Emissionen produzieren, wie vereinbart.

Auch Konsumenten sind gefragt

Aktuell verbraucht die globale Modeindustrie von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung 2,1 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen. Aber nicht nur die Produzenten sind daran schuld, auch die Konsumenten sind daran mit 20 Prozent beteiligt. Der Wert hängt dabei davon ab, wie viel Kleidung konsumiert wird, wie oft diese gewaschen wird und auch ob sie nach der Nutzung entsorgt oder wiederverwendet wird.

Ein Bewusstsein für nachhaltige Mode kann also viel verändern, indem eben faire Labels unterstützt werden, weniger gekauft wird und auch zu Second-Hand-Mode gegriffen wird. Unternehmen wiederum sind gefragt, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen für die Käufer transparent darzulegen.

Drei Aktionsfelder

Die Studie zeigt, dass ein großes Einsparungspotenzial bei der Produktion vorhanden ist, indem etwa Produktions- und Herstellungsabfälle reduziert werden. Auch die Umstellung auf erneuerbare Energie würde zu einer CO2-Einsparung von einer halben Milliarde Tonne jährlich führen könnte.

Eine Reduktion kann aber auch erfolgen, wenn der Fokus auf saisonübergreifendes Design gesetzt wird und umweltfreundliche und recycelte Materialien verwendet werden.

Und drittens müssen die Konsumenten in die Pflicht genommen werden, indem sie auf nachhaltige Mode achten und die Kleidung länger verwenden.

Das Fazit der Studie: Wenn alle Akteure mitspielen, könnten bis 2030 1,1 Milliarden Tonnen CO2 eingespart werden. Wenn es wie bisher weiterläuft, würden sie jedoch auf über 2,7 Milliarden Tonnen ansteigen.

>>> Zum Fashion on Climate Report

 

(chrile)