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Übernahme

Schweizer haben im Rennen um Mailänder Börse Nase vorne

Börsenbetreiber SIX greift nach der Borsa Italiana
Börsenbetreiber SIX greift nach der Borsa ItalianaBloomberg
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Börsenbetreiber SIX liegt Insidern zufolge im Übernahmekampf um die Mailänder Börse vor den Rivalen Deutsche Börse und Euronext aus Frankreich.

Der Schweizer Börsenbetreiber SIX habe das höchste Angebot für die Borsa Italiana abgegeben, sagten zwei mit dem Deal vertraute Personen am Montag. Die drei Angebote würden den Betreiber des Aktienmarktes in Mailand demnach mit rund 3,5 bis 4 Milliarden  Euro bewerten.

Die Borsa Italiana gehört dem Londoner Börsenbetreiber LSE, der die Tochter zumindest zum Teil verkaufen muss, um von der EU-Wettbewerbsbehörde grünes Licht für die 27 Milliarden Dollar teure Übernahme des Datenanbieters Refinitiv zu bekommen. LSE und SIX lehnten Stellungnahmen ab.

Nach der jüngst abgeschlossenen Übernahme der Madrider Börse BME ist die SIX gemessen an den Einnahmen der drittgrößte Börsenbetreiber Europas. Und die Schweizer peilen weitere Zukäufe an. Die SIX sei entschlossen, die Borsa Italiana zu kaufen, habe indes aber nicht die Absicht, sich für den Deal mit einem italienischen oder einem Partner aus der Eurozone zusammenzutun, sagte ein Insider. Das Angebot sei vollständig finanziert. SIX sei offen, die Führung der Borsa Italiana mit den italienischen Behörden zu diskutieren und die BME-Übernahme als Blaupause für die Transaktion zu nehmen.

Die französische Börse Euronext erklärte am Montag, dass sie gemeinsam mit der italienischen Staatsbank Cassa Depositi e Prestiti und dem italienischen Institut Intesa Sanpaolo ein unverbindliches Angebot für die Mailänder Börse unterbreitet habe. Die Regierung in Rom sei sehr daran interessiert, dass Euronext die Oberhand gewinnt, da sie ein Mitspracherecht bei der zukünftigen Strategie und beim Management der Borsa Italiana anstrebe, sagte eine der mit der Sache vertrauten Personen. Italiens Finanzminister Roberto Gualtieri soll Insidern zufolge in der vergangenen Woche bei einem privaten Treffen in Rom mit Euronext-Chef Stephane Boujnah über die Zukunft der Mailänder Börse gesprochen haben.

Auch die Deutsche Börse hat im Rennen um die Borsa Italiana ihren Hut in den Ring geworfen.

(APA/Reuters)