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Wien

Mehr als 100 Anzeigen nach Unruhen in Favoriten

KUNDGEBUNG DER ANTIFA BEIM ERNST-KIRCHWEGER-HAUS
Favoriten Ende JuniAPA/GEORG HOCHMUTH
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59 Täter sind noch unbekannt. Mehr als die Hälfte der ausgeforschten Personen sind österreichische Staatsbürger.

Die Krawalle bei den Demonstrationen in Favoriten Ende Juni haben nicht nur einen mutmaßlichen Spion zutage gebracht, sondern auch schon mehr als 100 Anzeigen nach sich gezogen. Das zeigt eine aktuelle parlamentarische Anfragebeantwortung von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) an die FPÖ. Unterschieden wird zwischen 47 bekannten und 59 unbekannten Tätern.

Bei den ausgeforschten Personen handelt es sich um 26 österreichische, acht türkische, sieben russische, je zwei syrische und afghanische sowie einen polnischen und einen deutschen Staatsangehörigen. Neun Personen wurden bei den Demos festgenommen.

Insgesamt gab es 207 Identitätsfeststellungen und die zeigen, dass bei den Auseinandersetzungen zwischen rechtsgerichteten Personen, die dem türkischen Lager zugeordnet wurden, und den linksgerichteten vornehmlich kurdischen Demonstranten eine bunte Mischung die Herkunftsländer betreffend anwesend war.

Bei Bürgern aus 30 unterschiedlichen Staaten wurde die Identität festgestellt, dazu noch Staatenlose und Doppelstaatsbürger. Die größte Gruppe waren österreichische Staatsbürger mit 71 vor Syrern mit 24. Türkische Staatsbürger wurden nur elf gezählt, dazu ein österreichisch-türkischer Doppelstaatsbürger.

(APA)