Neuer Cluster

Corona trifft die Opernszene

Conductor directing choir on stage
Symbolbild: Bei den Proben von Operetten-Studenten einer Wiener Privat-Uni dürfte sich das Coronavirus verbreitet haben, bei der Premiere steckte sich auch das Publikum an.(c) Getty Images (Hill Street Studios)
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Eine Operettenpremiere von Musikstudenten zieht 46 Infektionen nach sich – auch in der Staatsoper. Das Virus wurde vermutlich beim Plaudern vor und nach der Aufführung übertragen.

Es war wohl eine Frage der Zeit, bis der erste Corona-Cluster im Wiener Kulturbetrieb ausbrechen würde – bei allen Vorsichtsmaßnahmen, die sich die Institutionen zum Schutz von Mitarbeitern und Publikum auferlegt haben. Nun hat es die Opernszene erwischt. Eine Operettenproduktion von Lehárs „Lustiger Witwe“ sollte – so der Programmtext – „Weltflucht im Dreivierteltakt“ bieten. Die Realität nach der Premiere: 46 Infektionen, die mit der Produktion in Verbindung stehen. Betroffen sind nicht nur die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), sondern auch das Theater in der Gumpendorfer Straße (TAG) und die Wiener Staatsoper.

Es handelt sich um eine Studentenproduktion des Lehrgangs Klassische Operette, die am 6. September Premiere hatte. Die MUK hatte sich dafür ins TAG eingemietet. Am späten Abend nach der Premiere erfuhren das Theater und die Universität vom Regisseur des Stücks, dass eine beteiligte Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Zuvor hatte sie die Hotline 1450 gewählt. Ob diese Person bereits Symptome hatte – und warum die Proben und die Premiere, wenn es denn einen Verdachtsfall gab, nicht ausgesetzt wurden –, das versuchen die Verantwortlichen der MUK gerade selbst zu eruieren.


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