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Zara-Mutter Inditex und H&M kehren in die Gewinnzone zurück

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Der spanische Modekonzern Inditex u&nd der schwedische Konkurrent H&M habendie Coronakrise im abgelaufenen Geschäftsquartal etwas hinter sich gelassen.

Nachdem die Zara-Mutter Inditex zum Start in das Geschäftsjahr wegen der Pandemie und Rückstellungen für den Konzernumbau erstmals seit Jahren in die roten Zahlen gerutscht war, entspannte sich die Situation bis Ende Juli leicht.

Unter dem Strich betrug der Gewinn im Berichtszeitraum zwischen Mai und Juli 214 Millionen Euro, wie Inditex am Mittwoch in Arteixo mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Wettbewerber von H&M allerdings noch ein Plus von 816 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Inditex-Konzern, zu dem Marken wie Zara, Bershka und Pull & Bear gehören, hatte wegen der Pandemie zeitweise mehrere tausend Filialen schließen müssen. Die meisten Geschäfte seien bis Ende des ersten Geschäftshalbjahres wieder geöffnet worden, hieß es. Aktuell seien es 98 Prozent. Doch blieben noch einige Einschränkungen bestehen.

Auch die Gesamterlöse im stationären Handel und im Online-Geschäft gaben im zweiten Quartal mit einem Rückgang im Jahresvergleich von rund 32 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro weniger stark nach als noch im Vorquartal. Abgefangen wurde der Einbruch im Filialgeschäft durch einen deutlichen Schub bei den Internet-Verkäufen: Die Erlöse in diesen Segmenten konnten zwischen Februar und Juli um 74 Prozent zulegen- Inditex sprach von einem "bemerkenswerten" Wachstumstempo.

Zuletzt hatte sich die Geschäftstätigkeit weiter belebt: In den Wochen zwischen dem 1. August bis 6. September lagen die Gesamterlöse nunmehr um 8 Prozent unter dem Vorjahr. Die bereits nach dem Ende des ersten Quartals angekündigte Dividende von 35 Cent je Aktie soll am 2. November ausgeschüttet werden.

Trendwende auch bei H&M

Auch der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) rechnet bereits für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal (bis Ende August) wieder mit schwarzen Zahlen im operativen Geschäft. Nach vorläufigen Ergebnissen kommt der Konzern auf einen Vorsteuergewinn von rund zwei Milliarden Schwedischen Kronen (192 Millionen Euro), wie er am Dienstag in Stockholm mitteilte.

Insgesamt gelinge die Erholung in der Coronakrise bei H&M besser als erwartet, hieß es. Die Kollektionen seien bei den Kunden gut angekommen, teilte der Konzern weiter mit. Zudem habe H&M in der Pandemie schnelle Entscheidungen getroffen und auf eine starke Kostenkontrolle geachtet.

Dennoch bekamen die Schweden die Folgen der Pandemie auch im dritten Geschäftsquartal zu spüren. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 50,9 Milliarden Schwedische Kronen. In den jeweiligen Landeswährungen belief sich der Rückgang auf 16 Prozent. Im zweiten Quartal war der Umsatz im Jahresvergleich noch um die Hälfte eingebrochen.

Zu Beginn des Quartals seien noch etwa 900 der insgesamt über 5000 zum Konzern gehörenden Geschäfte vorübergehend geschlossen gewesen, hieß es in der Mitteilung. Bis Ende August sei diese Zahl auf gut 200 Filialen geschrumpft. Seine ausführlichen Zahlen für das dritte Quartal will H&M am 1. Oktober veröffentlichen.

(APA/dpa)