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Astronomie

Riesenplanet um einen weißen Zwerg

Ein ehemaliger Stern wird von einem großen Gasplaneten umrundet. Astronomen versuchen, dessen kleine Umlaufbahn zu erklären.

Wenn ein Stern von der Größe unserer Sonne seinen Wasserstoff verbraucht hat, bläht er sich erst zu einem Roten Riesen auf, der Helium „brennt“. Ist auch dieses versiegt, dann endet er als Weißer Zwerg. Und seine Planeten? Nun, wenn sie dem Stern nahe genug sind (wie etwa unsere Erde), dann verschlingt er sie als Roter Riese.

Doch nun sichteten Astronomen um Andrew Vanderburg (University of Wisconsin) und die Österreicherin Lisa Kaltenegger (Cornell University) erstmals einen Planeten, der einen Weißen Zwerg umrundet, rund 80 Lichtjahre von uns entfernt, im Sternbild Drachen. Und zwar einen riesigen Planeten – deutlich größer, wenn auch leichter als der Weiße Zwerg –, und in großer Nähe, mit einer Umlaufzeit von nur eineinhalb Tagen. Da fragt man sich: Wie hat dieser Planet die Roter-Riese-Phase überstanden, ohne verschlungen zu werden? Er sei wohl früher weiter draußen gewesen und erst in der Weißer-Zwerg-Phase von anderen Planeten in eine engere Bahn geworfen worden, schlägt ein Kommentar in „Nature" vor. Interessant wäre, ob auch Gesteinsplaneten wie die Erde den „Tod“ ihres Sterns überleben können. (tk)