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Die Wikinger waren nicht alle blond

Auch die Hörner auf den Helmen sind historisch nicht gut belegt: als Wikinger verkleidete Männer bei einem Fest in Catoira, Spanien.
Auch die Hörner auf den Helmen sind historisch nicht gut belegt: als Wikinger verkleidete Männer bei einem Fest in Catoira, Spanien.EPA/Salvador Sas
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Die Anayse von DNA aus 402 Skeletten zeigt: Auch Menschen aus Asien und Südeuropa konnten Wikinger werden.

Ob man beim Wort „Wikinger“ an Kirk Douglas im Lederhemd (in „Die Wikinger“, 1958) oder an Halvar von Flake (in „Wickie und die starken Männer“, ab 1974) denkt, die Bilder im Kopf sind parat: große, tendenziell blonde Männer, die keine Furcht kennen (siehe „Asterix und die Normannen“), aber Furcht und Schrecken auf allen Meeren verbreiten. Zumindest letzteres hat seine historische Berechtigung. Das spricht schon aus dem Namen: Wenn Wikinger selbst sagten, dass sie eine „viking“ (feminin!) unternehmen, dann meinten sie einen Raubzug zur See; das altnordische Wort „vikingr“ hieß einfach Pirat.