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Salzburger Festspiele: Bravos für Netrebko als Julia

Salzburger Festspiele Bravos fuer
Anna Netrebko und Piotr Baczala(c) REUTERS (HERWIG PRAMMER)
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Charles Gounods Liebesdrama "Romeo et Juliette" wurde bei den Salzburger Festspielen wieder aufgenommen. Die russische Sopranistin wurde umjubelt, ebenso wie ihr Romeo Piotr Beczala.

Vor zwei Jahren hat die russisch-österreichische Star-Sopranistin Anna Netrebko die "Julia" wegen ihrer Schwangerschaft absagen müssen. Am Dienstagabend ist Netrebko in dieser Rolle zurückgekehrt und hat in Charles Gounods Oper "Romeo et Juliette" einen Riesenerfolg beim Publikum eingefahren.

An Netrebkos Seite nicht weniger umjubelt wurde Tenor Piotr Beczala als Romeo in seinem Rollendebüt.

Auch das Mozarteum Orchester unter Yannick Nezet-Seguin, ein Großteil des Solistenensembles sowie Regisseur Bartlett Sher mit seiner leichtgängigen Inszenierung sicherten dieser Produktion auch im zweiten Aufguss das Wohlwollen des Premierenpublikums in der Felsenreitschule.

Rollen doppelt besetzt

Bei der Premiere im Jahr 2008 hätte Netrebko die Julia bereits singen sollen. Damals ist Nino Machaidze eingesprungen, die sich auch heuer die Rolle mit Netrebko teilen wird. Die Georgierin schlüpft in vier der hinteren Aufführungen in Julias Kostüm.

Auch die Rollen des Romeo und des Bruder Laurent sind doppelt besetzt, was, so Regisseur Bartlett Sher, die Proben fraglos nicht einfacher gemacht hat. "Egal ob Anna Netrebko in ihrem engen Zeitfenster, oder Nino Machaidze, die sehr früh schon sehr sicher gewirkt hat - jeder hat einen anderen Rhythmus im Lernen der Rolle", sagte Sher im Vorfeld der Premiere. Neben Beczala singt auch Stephen Costello den Romeo, Mikhail Petrenko beziehungsweise Dimitry Ivashchenko geben Bruder Laurent.

"'Romeo et Juliette' erlaubt keine Experimente"

Bartlett Shers 2008er-Inszenierung gilt als traditionell und wenig innovativ, ist aber beim Publikum durchaus gut angekommen. "'Romeo et Juliette' ist eine ehrliche, aufrichtige Geschichte, die keine Ironie hat und deswegen auch keinerlei Experimente erlaubt", so der amerikanische, vor allem im Musical erfahrene Regisseur. "Beim ersten Mal macht man sich Sorgen, ob man tief genug in die Geschichte eingedrungen ist. Beim zweiten Mal geht es darum, wieder die Energie zu finden, um diese reine Schönheit der Gefühle auf die Bühne zu bringen."

 

 

(APA)