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Hochzeit? Nein, wir feiern Pompe funèbre!

Achtung, Satire! Die neue Regelung gilt für private Feiern, ausgenommen sind Beerdigungen. Nennen Sie Ihre Eheparty einfach anders und machen Sie ein Begräbnis daraus.

Als die Bundesregierung am Donnerstag wieder neue Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bekannt gab, war das vor allem für jene Menschen eine unerfreuliche Nachricht, die in den kommenden Wochen im Kreis von Freunden und Familie Ja zueinander sagen wollen. Weil ab Montag gilt: Private Treffen in geschlossenen Räumen über zehn Personen sind verboten.

Wir haben drei rasche Party-Alternativen für Ehewillige:

1. Heiraten Sie schnell, noch an diesem Wochenende. Das mit dem Termin am Standesamt könnte zwar brutal werden, Sie als junges Paar aber zusammenschweißen. Weil aber ohnehin so gut wie alle anderen Veranstaltungen abgesagt sind oder werden, haben Freunde und Familie sicher noch Zeit. Und sie werden sich immer an „die letzte Hochzeit vor der zweiten Welle“ erinnern.

2. Seien Sie nicht zimperlich! Private Feste im Freien sind immer noch für 100 Personen erlaubt. Verlegen Sie Ihre Hochzeit also ins Freie. Warm anziehen, genug Heizpilze bestellen, und wer will schon essen? Dafür wird umso mehr getanzt – und getrunken.

3. Seien Sie kreativ! Die neue Regelung gilt für private Feiern, ausgenommen sind Beerdigungen (auf Wienerisch-Französisch auch Pompe funèbre). Nennen Sie Ihre Eheparty einfach anders - und schreiben Sie auf Ihre Einladung:
Liebe Freunde, wir begraben unsere Freiheit. Von Kranzspenden bitten wir abzusehen.

 


[QRE3Y]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.09.2020)