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Morgenglosse

ÖVP gegen ÖVP – das ist brutal

(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
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Gernot Blümel, Finanzminister und wahlkämpfender Wiener ÖVP-Chef, will es der EU zeigen.

Nachdem sein Antrag für den neuen Fixkostenzuschuss für heimische Betriebe nicht akzeptiert wurde (Österreich hat laut EU einen falschen Antrag abgegeben), stellt Blümel keinen neuen Antrag, sondern ließ die Situation eskalieren. „Mit österreichischem Steuergeld dürfen wir offensichtlich Italienern, Spaniern oder Franzosen helfen, aber österreichischen Unternehmen nicht“, polterte er empört in Richtung EU-Kommission und ihres Vertreters in Wien, Martin Selmayr.

Die EU-Kritik mag den politisch heimatlosen ehemaligen Wiener FPÖ-Wählern gefallen, die Blümel mit diesen Aussagen im Visier hat. Sie gefällt aber nicht allen in dessen Wiener ÖVP. Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien und Obmann eines einflussreichen Flügels der Wiener ÖVP, unterschrieb nach der Blümel-Kritik am Freitagabend lächelnd eine Erklärung, um EU-Gelder nach Wien zu holen – gemeinsam mit Selmayr und dem wahlkämpfenden Wiener SPÖ-Bürgermeister, Michael Ludwig.

Wie war das noch gleich mit Simmering gegen Kapfenberg?