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Gartenkralle

Rosmarin: Der duftende Tau des Meeres

Rosmarin, die duftende Pflanze, gehört in jeden Garten.
Rosmarin, die duftende Pflanze, gehört in jeden Garten.(c) Ute Woltron
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Sokrates setzte seinen Schülern angeblich Rosmarinkränze auf, damit ihnen das Lernen leichter falle. Heute gehört das Würzkraut jedenfalls in jeden Garten.

Neulich durchstreifte ich einen besonders schönen Garten in Eisenstadt und stand dann unvermittelt vor einer gigantischen, mindestens drei Meter langen Rosmarinhecke. Ihre nadeligen Äste reichten bis über mein Haupt und waren so drall und duftig, dass ich sofort nach Ablegern lechzte. Außerdem ist jetzt im Herbst gerade die ideale Zeit für Stecklinge aller Art, ich riss also zwei bescheidene Ästchen ab und steckte sie daheim gleich in die Erde. Es dürfte sich um die Rosmarinsorte Rex handeln, die sehr groß wächst und als diejenige gepriesen wird, die Fröste bis zu minus zehn Grad, möglicherweise aber sogar noch tiefere Temperaturen erträgt. Er darf also seine Wurzeln direkt in die Gartenerde strecken und muss nicht, wie die anderen Rosmarinsorten, im Topf überwintern.

Einer der Stecklinge wuchs erfreulicherweise sogleich an und treibt mittlerweile sogar neu aus, der andere macht eher einen dürren Eindruck, und es schaut so aus, als wäre er von uns gegangen, aber immerhin. Der offenbar angewurzelte Rosmarinjüngling wird seinen ersten Winter sicherheitshalber an einem kühlen, doch frostfreien Platz verbringen, gleich neben all seinen Kollegen, die in Töpfen wachsen. Noch ist auch er zu empfindlich. Erst im kommenden Frühling wird er dann in die Freiheit des Gartens entlassen und neben den Töpfen diverser anderer, weniger frostharter Rosmarinsorten eingepflanzt.