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Kultur

Wiener Opernball 2021 wird abgesagt

Opernball 2020.
Opernball 2020.(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Österreichs größter Ball wird nächstes Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Regierung wird den Beschluss heute fassen.

Der Wiener Opernball wird wegen der Corona-Pandemie
2021 nicht stattfinden. Aufgrund der Infektionslage wird die
Regierung die Absage in der Ministerratssitzung heute, Mittwoch,
beschließen, erfuhr die Austria Presseagentur aus dem Kanzleramt.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) haben in einer gemeinsamen Stellungnahme betont, dass sich die Regierung die Entscheidung, den Opernball zu streichen, nicht leicht gemacht habe. "Aber die Tatsache, dass gerade Feste und Feiern ein Ort der Ansteckung sind, veranlassen uns zur Absage", betonte Kurz.

Der Opernball sei für Wien und Österreich als Kulturnation "ein großes Aushängeschild", meinte Kurz. Die Vorbereitungen für den Ball dauerten Monate, und "aufgrund der Corona-Situation wäre es verantwortungslos, den Ball in gewohnter Art und Weise abzuhalten", befand der Kanzler. "Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen."

Gesellschaftliche Bedeutung

"Wir wissen natürlich um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung dieser Veranstaltungen über die Grenzen Österreichs hinaus", sagte Kogler. "Aber angesichts des besorgniserregenden Anstiegs bei den Covid-Erkrankungen muss der Schutz der Gesundheit Vorrang haben." Die Staatsoper und die anderen Kulturinstitutionen hätten in den vergangenen Wochen "enorme Energie in ihre Sicherheitskonzepte gesteckt", lobte Kogler. "Wir konzentrieren all unsere Bemühungen darauf, sie zu unterstützen und den Kulturbetrieb so gut wie möglich aufrechtzuerhalten", versicherte er.

"Der Opernball hat eine sehr lange Vorlaufzeit und wir können derzeit nicht davon ausgehen, dass eine Veranstaltung mit 7000 Personen im Haus, mit Musik, Tanz und ausgelassener Stimmung, am 11. Februar durchführbar sein wird", argumentierte auch die Grüne Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. Der aktuelle Spielbetrieb der Staatsoper und anderer Häuser habe mit diesem Schritt aber nichts zu tun. Die Sicherheits- und Präventionskonzepte der Kultureinrichtungen seien "vorbildhaft", und sie sei überzeugt, dass das Risiko bei Kulturveranstaltungen mit entsprechenden Konzepten und fixen Sitzplänen "ein vertretbares" sei.

Mehrere Bälle abgesagt

Bereits vergangene Woche hatte das Komitee der Wiener Nobel- und Traditionsbälle entschieden, dass die Veranstaltungen unter den gegebenen Umständen nicht durchgeführt werden können. Betroffen waren unter anderem der Ärzteball, der Juristenball, der Ball der Offiziere, der Concordiaball sowie der Ball der Pharmacie. Der Jägerball war bereits abgesagt worden.

Die Wiener Ballsaison ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Vergangenes Jahr wurden Berechnungen der Wirtschaftskammer zufolge durch die 520.000 Ballbesuchern Umsätze in der Höhe von 151 Millionen Euro gemacht.

(Apa/red.)