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Deutsche Gäste machen mehr als die Hälfte der Tiroler Wintertouristen aus (Archivbild).
Reisebeschränkungen

Wintertourismus ohne Deutsche?

Deutschland stuft Vorarlberg als Risikogebiet ein, Belgien nimmt Vorarlberg und Tirol auf die Rote Liste, weitere Warnungen sind nicht ausgeschlossen: In Westösterreich setzt man nun auf drastische Maßnahmen, um die Wintersaison irgendwie zu retten.

Wien. Deutschland hat Vorarlberg am Mittwochabend zum Risikogebiet erklärt. Und Belgien wird ab Freitag nach Wien auch Tirol und Vorarlberg auf die rote Liste setzen. Denkbar schlechte Nachrichten für Österreichs Wintertourismus, aber sie waren erwartbar. Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn meinte etwa: „Wir haben mit Ischgl und dem Sommerurlaub erlebt, was nun auch für den anstehenden Herbst- oder Weihnachtsurlaub droht: dass durch Reiserückkehrer die Infektionszahlen steigen.“ Und: „Ich denke, man kann auch in Deutschland einen schönen Urlaub verbringen.“ Ischgl ist in Deutschland zum geflügelten Wort geworden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählte im Frühjahr knapp 10.000 deutsche Covid-19-Infizierte, die sich in Österreich, nicht nur in Ischgl, angesteckt haben dürften. Auf der Homepage des Instituts wird nun also Vorarlberg als Risikogebiet eingestuft. Weitere Warnungen sind natürlich nicht ausgeschlossen.

Österreichs Tourismus droht somit, seine treuesten Gäste zu verlieren. Wie wichtig sie in der gerade zu Ende gehenden Sommersaison waren, kann Österreich-Werbung-Chefin Petra Stolba nicht oft genug betonen. „Sie haben uns gemeinsam mit den österreichischen Gästen die Saison gerettet“, sagt sie. Trotz Corona kamen im Juli und August nur um vier Prozent weniger Deutsche als im vergangenen Jahr nach Österreich. Bleiben diese im Winter aus, wird es bitterkalt in den Skiorten im Westen.